Interview mit einem Vampir - Special Edition (DVD)
Beschreibung: Studio: Warner Home Video Germany | Produktionsjahr: 1994 | FSK: ab 16 Jahren | Laufzeit: 118 Min. | EAN: 7321921183133 | Regie: Neil Jordan | Genre: Horror | Zusatzinfo: Original-Kommentar von Neil Jordan;Original-Dokumentation "Im Schatten des Vampirs;Vorwort;Interaktive Menüs;Szenenanwahl;Trailer; | blu_ray: DVD | Bildformat: 16:9; 1:1.85
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Das Geschenk der dunklen Gabe
Bericht für Interview mit einem Vampir - Special Edition (DVD) von gaga2 (07.04.2007)
- Pro:
- gute Darsteller, Story, dichte und düstere Stimmung
- Kontra:
- Bonusmaterial ist ein wenig schwach
1973 veröffentlichte die Schriftstellerin Anne Rice ihren Roman „Interview mit einem Vampir“ (der damit gleichzeitig Start der bis heute 10-teiligen Chronik der Vampire- Reihe war: 2) Der Fürst der Finsternis- The vampire Lestat, 3) Die Königin der Verdammten- The queen of the damned 4) Nachtmahr- The tale of the blody thief 5) Memnoch der Teufel- Memnoch the devil 6) Armand der Vampir- The vampire Armand: New tales from the vampire 7) Merrick- Merrick 8) Blut und Gold- Blood and Gold 9) Blackwood Farm- Blackwood Farm 10) Blood Canticle), welches sofort in Hollywood Anklang fand. Doch es sollte noch einundzwanzig Jahre dauern, bis sich Regisseur Neil Jordan und Produzent David Jeffen daran machten diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.
Als schließlich Film und Besetzung standen, war Anne Rice nicht sonderlich begeistert von der Vorstellung, dass Filmschönling Tom Cruise den Vampir Lestat mimen sollte und veröffentlichte deshalb sogar ein Protestschreiben. Doch Cruise setzte sich durch und dies ist wohl im Nachhinein als Glück zu bezeichnen. Denn zusammen mit dem sehr gut spielenden Brett Pitt und der fantastischen 12 jährigen Kirsten Dunst schufen die drei, zusammen mit Regisseur Neil Jordan, ein atmosphärisch dichtes und düsteres Meisterwerk.
Gliederung
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§1) Inhalt
§2) Schauspieler und Filmcharaktere
§3) Meine Meinung und Fazit zum Film
§4) Infos zur DVD
§5) Bild- und Tonqualität
§6) Meine Meinung und Fazit zur DVD
§7) Gesamtbewertung
§1 >>>>>>>>>>Inhalt<<<<<<<<<<
Der Reporter Malloy (Christian Slater) interviewt den unheimlich wirkenden Louis (Brad Pitt), der ihm bei ihrem Gespräch eröffnet, dass er ein Vampir ist. Dann erzählt er ihm die Geschichte seines Lebens oder wohl besser die seine Unlebens.
1791:
Der vierundzwanzig jährige Plantagenbesitzer Louis ist nach dem Tod von Frau und Kind im Kindbett von der Sehnsucht nach dem Tode erfüllt. Und genau in dieser schweren Zeit begegnet ihm der charismatische Vampir Lestat (Tom Cruise), der ihn vor die wichtigste Entscheidung seines Lebens stellt. Entweder Lestat tötet ihn oder er wird sein Gefährte für die Ewigkeit und wird selbst ein Vampir. Und Louis entscheidet sich für die Unsterblichkeit. Er trinkt vom Blut des Vampirs und wird somit selbst zu einem Geschöpf der Nacht.
Doch Louis kann sich nicht an die Ermordung von Menschen gewöhnen und trinkt stattdessen nur das Blut von Tieren, während sich Lestat Nacht für Nacht von 2-3 Menschen ernährt. Doch das Verschwinden von immer mehr Menschen macht die noch lebenden misstrauisch und sie verjagen Louis und Lestat, die daraufhin nach New Orleans flüchten.
Dort trifft Louis auf die junge Claudia (Kirsten Dunst), die noch ein halbes Kind ist und deren Eltern an der Pest gestorben sind. Louis trinkt von ihr und Lestat macht sie daraufhin zu einer der ihren. Denn Lestat weiß, dass Louis ihn nie wieder verlassen wird, da er sich um Claudia, die er liebt, kümmern wird.
Claudia wird eine genauso einfallsreiche und brutale Killerin, wie Lestat einer ist. Und die drei Vampire leben die nächsten dreißig Jahre wie eine, mehr oder weniger normale, glückliche, Familie zusammen. Claudia geniest mit Lestat das Töten, doch ihre Liebe gilt ganz allein dem eher „sanftmütigen“ Louis.
Doch das Glück zu dritt währt nicht ewig und irgendwann trennen sich ihre Wege auf die brutalste Art und Weise.
§2 >>>>>>>>>>Schauspieler und Filmcharaktere<<<<<<<<<<
BRAD PITT ist Louis
Brad Pitt (geb. 18.12.1963 in Shawnee, Oklahoma, USA, als William Bradley Pitt) spielt den Vampir Louis. Dieser wurde von Lestat erschaffen, mit dem ihn eine Hassliebe verbindet. Umso mehr liebt er dafür Claudia, die Lestat zum Vampir machte, als diese noch ein halbes Kind war.
Brad Pitt (Legenden der Leidenschaft [1994], Sieben [1995], Fight Club [1999], Mexican [2001], Ocean´s eleven [2001], Troja [2004], Mr. & Mrs. Smith [2005]) spielt den Vampir Louis voller Tragik, Erotik, Trauer und sehr geheimnisvoll. Es gelingt ihm Louis Zerrissenheit zwischen dem Wissen das er töten muss um zu „überleben“ und dem letzten Funken Menschlichkeit in ihm, das Mitleid mit den Menschen hat (die seine Nahrung sind), glaubhaft darzustellen. Es gelingt Pitt in seiner Darstellung zu überzeugen.
Brad Pitt wurde bekannt durch einen Jeanswerbespott und hatte 1991 seinen Durchbruch in Hollywood mit einer Nebenrolle im Film „Thelma & Louise“. Danach spielte er an der Seite von Filmgrößen wie Julia Roberts, Morgan Freeman, Anthony Hopkins, Tom Cruise, Edward Norton und Robert Redford. Oftmals wird der attraktive Schauspieler (der mehrmals vom amerikanischen People Magazine zum „Sexiest Man Alive“ gewählt wurde) nur auf sein gutes Aussehen reduziert. Dabei ist er aber auch ein wirklich guter Schauspieler und wurde 1996 für seine Rolle in „12 Monkeys“ für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Für diese Rolle erhielt er den Golden Globe nachdem er 1994 bereits eine Nominierung als bester Hauptdarsteller in „Legenden der Leidenschaft“ erhielt.
Brad Pitt war von 2000-2005 mit Schauspielkollegin Jennifer Aniston verheiratet. Bei den Dreharbeiten zu „Mr. & Mrs. Smith“ verliebten sich Pitt und Schauspielkollegin Angelina Jolie ineinander. Pitt ließ sich wegen ihr von seiner Ehefrau scheiden. Inzwischen hat er Angelinas beiden Adoptivkinder Zahara und Maddox adoptiert und vor einigen Monaten kam ihre erste gemeinsame Tochter Shiloh Nouvel zur Welt.
TOM CRUISE ist Lestat
Tom Cruise (geb. 03.07.1962 in Syralase, New York, USA, als Thomas Cruise Maphoter IV) spielt den Vampir Lestat. Dieser verwandelt zuerst Louis in einen Vampir und dann später Claudia. Da er es liebt zu töten glaubt er, dass er den beiden damit das größte Geschenk überhaupt gemacht hat.
Tom Cruise (Rain Man [1988], Last Samurai [2003], Collateral [2004], Krieg der Welten [2005], Mission impossible 1-3 [1996] + [2000] + [2006]) spielt seine Rolle gut und überzeugend. Er lässt Lestat selbstverliebt, egoistisch, grausam und gleichzeitig ironisch erscheinen und ist dabei immer glaubhaft.
Tom Cruise gelang sein Durchbruch in Hollywood 1986 mit dem Kinohit „Top Gun“ und spielte danach in vielen erfolgreichen Blockbuster. 1996 gelang ihm mit dem weltweiten Kinohit „Mission Impossible“, der Verfilmung einer erfolgreichen Fernsehserie, der Clou. Neben seiner Gage erhielt er eine prozentuale Gewinnbeteiligung in einer zweistelligen Höhe.
Tom Cruise wurde bereits dreimal für den Oscar nominiert (1990: Geboren am 4. Juli- Nominierung als bester Hauptdarsteller, 1997: Jerry McGuire: Spiel des Lebens- Nominierung als bester Hauptdarsteller, 2000: Magnolia- Oscarnominierung als bester Nebendarsteller). Er wurde sechsmal für den Golden Globe nominiert und gewann ihn dreimal (1990: Geboren am 4. Juli, 1997: Jerry McGuire, 2000. Magnolia).
Tom Cruise war von 1987-1990 mit Schauspielkollegin Mimi Rogers verheiratet. 1990 heiratet er die damals noch unbekannte australische Schauspielerin Nicole Kidman und adoptierte zwei Kinder mit dieser. 2001 ließen sich beide scheiden. Zurzeit ist er mit Schauspielkollegin Katie Holmes liiert, mit der er Tochter Suri hat.
KIRSTEN DUNST ist Claudia
Kirsten Dunst (geb. 30.04.1982 in Point Pleasant, New Jersey, USA, als Kirsten Caroline Dunst) spielt die Vampirin Claudia, die wie Louis ein „Kind“ von Lestat ist. Auf der einen Seite ist sie eine gnadenlose Killerin, gleichzeitig verzweifelt sie aber auch fast daran, nie erwachsen werden zu können.
Kirsten Dunst (Jumanji [1995], Girls United [2000], Spider Man 1-3 [2002]+[2004]+[2007], Mona Lisas Lächeln [2003], Elisabethtown [2005]) spielt ihre Rolle sehr gut und überzeugend. Sie hat dabei schon eine solche Leinwandpräsenz und Ausstrahlung, wie man sie sonst nur von gestandenen Hollywoodgrößen erwartet und nicht von einem gerade einmal zwölf Jahren alten Mädchen. Für ihre wirklich sehr gute Leistung wurde sie verdientermaßen für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.
Kirsten Dunst gelang mit dem Film „Interview mit einem Vampir“ der Durchbruch in Hollywood. Danach drehte die talentierte Schauspielerin immer wieder Filme, in denen sie gute Leistungen zeigte. Allerdings hatte sie wirklichen kommerziellen Erfolg bisher nur mit der Spiderman-Reihe.
§3 >>>>>>>>>>Meine Meinung und Fazit zum Film<<<<<<<<<
„Interview mit einem Vampir“ ist ein gut gemachtes Vampirhorrordrama mit einer dichten und düsteren Atmosphäre, sehr gut spielenden Schauspielern du einer interessanten Story, die den Zuschauer knapp zwei Stunden unterhalten kann, ohne dabei Längen aufzuweisen.
Die Hauptfiguren des Films sind der Vampir Louis, sein Sire Lestat und Claudia, die noch ein halbes Kind war, als Lestat sie verwandelte. Jede dieser Figuren hat einen anderen Charakter, der sich von dem der beiden anderen unterscheidet.
Da ist zum einen Louis, der mit vierundzwanzig Frau und Kind verliert. Kurz darauf trifft der Zuschauer auf ihn und erlebt hier einen jungen Mann, der alle Hoffnung verloren hat und keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht und nur noch sterben will. Und deshalb ist der Grund für seine Entscheidung, sich von Lestat zum Vampir machen zu lassen nicht der Wunsch nach Unsterblichkeit. Es ist auch nicht das Lechzen nach Macht, die ihm das Existieren als Vampir verschafft. Nein es ist das Versprechen von Lestat, dass er als Vampir den Schmerz über den Verlust seiner Familie vergessen wird, die ihn dazu bringen, diesen Weg zu gehen und ein Geschöpf der Nacht zu werden. Keine Sekunde denkt er dabei an die Konsequenzen dieser Entscheidung, da er in seinem Schmerz glaubt, dass es nicht mehr schlimmer werden kann. Doch, dass er auch als Vampir genauso sensibel ist, wie er es als Mensch war, muss er sehr schnell schmerzhaft feststellen. Der Zuschauer kann die Trauer und das Mitleid, das er beim Anblick des grausamen Mordens von Lestat und Claudia empfindet regelrecht mitfühlen. Und man versteht, warum er anfangs nur Tierblut trinkt. Denn er bringt es nicht über sich einen Menschen zu verletzte, geschweige ihn sogar zu töten.
So menschlich und sensibel Louis ist, so grausam und mitleidlos ist sein Sire Lestat. Für ihn ist das Töten die pure Freude, eine wahre Kunst. Er ist eiskalt und gnadenlos. Keines seiner Oper hat jemals in ihm den kleinsten Funken von Mitleid erweckt. Zudem ist er ein Meister der Ironie und verfügt über seine eigene Art von Humor. Doch all dies täuscht den Zuschauer nicht darüber hinweg, dass Lestat im Grunde seines kalten, toten Herzens einsam ist. Und in Louis scheint er nach all den Jahrhunderten des Alleinseins endlich den Gefährten für die Ewigkeit gefunden zu haben. Und dies ist wohl auch der Grund dafür, dass er Louis nicht zurück lässt, als er merkt, dass dieser seine Lust am Töten nicht teilt. Denn ihm ist ein „Leben“ mit einer „Schande für die Vampirwelt“, wie er Louis gerne nennt, lieber, als die Ewigkeit weiter in Einsamkeit zu verbringen. Und irgendwie kann sich der Zuschauer auch nicht ganz dem Gefühl verschließen, dass zwischen Louis und Lestat eine gewisse sexuelle, erotische Spannung herrscht. Es besteht eine Art Hassliebe zwischen den beiden. Und wie sehr Lestat Louis an sich binden will merkt der Zuschauer an Lestats Handeln, als er spürt, dass ihm Louis zu entgleiten droht. Er verwandelt Claudia, obwohl es bei den Vampiren verboten ist, Kinder zu einem der ihren zu machen, um damit Louis emotional unter Druck zu setzen. Denn er weis genau, dass dieser es als seine Pflicht ansehen wird, für sie zu sorgen und er ihn deshalb nicht verlassen wird. Zudem hat er nun auch noch jemanden um sich, der ihm die Einsamkeit vertreibt. Und dieses Wesen ist allein hilflos. Es braucht ihn und Louis, damit sie sich um sie sorgen und sie beschützen. Sie ist das Kind in ihrer „Beziehung“. Das bisher fehlende Bindeglied in ihrer kleinen „Familie“.
Und wie in jeder richtigen Familie wird das Kind auch hier eine Mischung der Charaktere der beiden „Elternteile“. Auf der einen Seite hinterfragt sie die Dinge und ihr Dasein, so wie dies Louis tut. Gleichzeitig macht ihr das Töten Spaß und sie ist dabei so einfallsreich und grausam, wie dies Lestat ist. Doch während die Jahrzehnte vergehen wird immer deutlicher, warum es Vampiren normalerweise verboten ist Kinder zu einem der ihren zu machen. Denn während Claudia geistig und emotional langsam zu einer erwachsenen Frau wird, ist sie noch immer im Körper eines zwölfjährigen Kindes gefangen. Dies lässt sie fast verzweifeln und macht sie unglaublich wütend. Niemals wird sie die Liebe, die sie für Louis empfindet (und die er im Grunde seines Herzens auch erwidert) ausleben können, so sehr sie sich dies auch immer wünscht.
Und gerade diese Tatsache ist der Grund, warum ihre kleine Familie letztlich auf solch grausame und tragische Weise zerbricht. Und tatsächlich ist Claudia das eigentliche, tragische Opfer der ganzen Geschichte. Denn zuerst verliert sie al Mensch ihre Familie an die Pest und ihre neue, vampirische Familie basiert im Grunde genommen auf einer Lüge.
Und dabei ist es für Lestat ein Zeichen der Liebe, dass er Louis und Claudia die „dunkle Gabe“, wie er die Unsterblichkeit als Vampir nennt, schenkt. Denn für ihn ist das Leben als Unsterblicher und die daraus resultierende Macht, der Spaß am Töten, das Beste was einem Menschen passieren kann.
Die Vampire in „Interview mit einem Vampir“ wirken sehr menschlich und haben keine verzerrten Gesichter (wie in vielen andern Vampirfilmen und Vampirserien) wenn sie ihr vampirisches „Ich“ zeigen. Das Einzige was sie von normalen Menschen unterscheidet, sind ihre blasse Haut, lange Fingernägel und die langen spitzen Eckzähne. Doch gerade dies lässt sie realistischer wirken.
Die fünf größten Rollen des Films sind sehr gut besetzt. Da ist zum einen Brad Pitt, der den Louis spielt. Einerseits hat er die erotische Ausstrahlung, die einem Vampir meist zugesprochen wird, gleichzeitig sieht man es seinem Gesicht an, wie sehr Louis die ganze Zeit über leidet. Doch sieht man auch die Liebe, die Louis empfindet, wenn er Claudia ansieht. Brad Pitt kann alle Facetten seines Filmcharakters glaubhaft darstellen. Genauso überzeugt auch Tom Cruise als Vampir Lestat. Er lässt diesen eiskalt, überheblich und gleichzeitig sehr ironisch erscheinen. Und er ist somit das Gegenteil des sensiblen Louis. Doch die gute Leistung der beiden Hollywoodstars wird von einem gerade einmal zwölf Jahre alten Mädchen getopt. Kirsten Dunst, die die Vampirin Claudia spielt, zeigt hier eine solche Leinwandpräsenz, wie man es von ihr in ihrem Alter nicht erwarten würde (ihre Leistung erinnert mich an die von Dakota Fanning in „Mann unter Feuer“ mit Denzel Washington). Sie spielt ihre Rolle vollkommen glaubhaft und kann die verschiedenen Gefühle von Claudia überzeugend darstellen. Der vierte im Bunde ist Antonio Banderas, der dem Vampir Armand spielt. Auch der feurige Spanier spielt seine Rolle sehr gut und hat die nötige erotische Ausstrahlung. Der Letzte ist Christian Slater, der den Reporter Malloy spielt, der Louis interviewt. Es gelingt ihm den Zuschauer glauben zu machen, dass Malloy während des Interviews glaubt, dass Louis verrückt ist. Doch am Ende des Interviews sieht man, dass er ihm glaubt und wie fasziniert er vom Leben der Blutsauger ist.
Zudem herrscht zwischen Tom Cruise und Brad Pitt und noch mehr zwischen Brad Pitt und Antonio Banderas eine gewisse Erotik und sexuelle Spannung. So wie sie bei Lestat und Louis, sowie Louis und Armand auch irgendwie zu erwarten waren.
Die Musik des Films „Interview mit einem Vampir“ besteht hauptsächlich aus instrumentalen Stücken von Elliot Goldenthal (Sphere [1998], Frida [2002], S.W.A.T. [2003], Collataral [2004]), sowie des Covers des Rolling Stones Klassikers „Sympathy fort he devil“ der Rockgruppe Guns´N´Roses. Dies passt immer zu der jeweiligen Filmszene und können zur Spannung und Atmosphäre des Films beitragen.
Die Schauplätze des Films „Interview mit einem Vampir“ sind unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam. Sie wirken düster und unheimlich und können zur Spannung und Atmosphäre des Films beitragen.
„Interview mit einem Vampir“ kann ich jedem empfehlen, der Vampir- und/oder Horrorfilme mag. Allerdings sollte der Zuschauer hier nicht einen vor Blut triefenden, brutalen Horrorfilm erwarten, denn „Interview mit einem Vampir ist ein eher ruhiger Film, der mehr von seinen Dialogen, der dichten Atmosphäre und dem Dramenanteil lebt. Dies ist wohl auch ein Grund, weshalb „Interview mit einem Vampir des Öfteren als „Frauenvampirfilm“ bezeichnet wird. (Oder liegt das etwa an den sehr attraktiven Hauptdarstellern? *g*)
§4 >>>>>>>>>>Infos zur DVD<<<<<<<<<<
Originaltitel: Interview with the Vampire
USA: 1994
FSK: 16
Spieldauer: 118 Minuten
Studio: Warner Bros
Kapitel: 34
Preis: ca. 9,99 – 14,99 Euro
Darsteller:
Louis (Brad Pitt)
Lestat (Tom Cruise)
Claudia (Kirsten Dunst)
Malloy (Christian Slater)
Armand (Antonio Banderas)
Santiago (Stephen Rea)
Yvette (Thandie Newton)
Madeleine (Domiziana Giordoro)
Regie: Neil Jordan (Michael Collins [1996])
Drehbuch: Anne Rice (Die Königin der Verdammten [2002])
Buch: Anne Rice (Der Fürst der Finsternis, Armand der Vampir)
Produzenten: Stephen Woolley (Backbeat [1994], Spy Games [2000])
David Geffen (Der kleine Horrorladen [1986])
Musik: Elliot Golfenthal (Sphere [1998], Frida [2002], S.W.A.T. [2003], Collataral [2004])
Schnitt: Mick Audsley (Mona Lisas Lächeln [2003, Harry Potter 4 [2005])
Kamera: Philippe Rou Rousselot (Antwone Fisher [2002],Charlie und die Schokoladenfabrik [2005])
Bildformat:
16:9 Widescreen
1.85:1 anamorph
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Sprachen:
Deutsch, Englisch
Untertitel (12):
Deutsch, Englisch, Französisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch, Griechisch, Kroatisch, Holländisch
Untertitel für Hörgeschädigte:
Deutsch, Englisch
Extras:
I. Vorwort (ca. 1:00 Minute)
Wenn man den Film „interview mit einem Vampir“ startet, kommt vor dem eigentlichen Film noch ein „Vorwort“. Dabei handelt es sich um Interviews mit der Buchautorin Anne Rice, sowie Cast & Crew des Films, die über das Buch und dessen Verfilmung erzählen.
Die Idee ist ganz nett, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Man kann das „Vorwort“ auch mit der Fernbedienung wegdrücken.
Durchschnitt
II. Stab und Besetzung
Hierbei handelt es sich um Texttafeln auf denen die wichtigsten Personen von Cast & Crew vermerkt sind.
Dieses Extra empfand ich als unnötig, da diese Angaben auch auf der Rückseite des DVD Covers stehen.
Unnötig
III. Hinter den Kulissen
1) Audiokommentar mit Regisseur Neil Jordan
Der Audiokommentar ist informativ und interessant. Der Zuschauer erfährt einige Dinge über die Dreharbeiten und den Film, sowie werden Vergleiche mit anderen Vampirfilmen gemacht.
Der Audiokommentar ist für Zuschauer mit guten Englischkenntnissen verständlich. Leider gibt es keinen zuschaltbaren deutschen Untertitel. Dadurch ist dieses Extra für Zuschauer mit schlechten oder gar keinen Englischkenntnissen uninteressant.
Durchschnitt (da kein deutscher Untertitel vorhanden ist)
2) Vorwort (ca. 1:00 Minute)
Hier kann das Vorwort, welches vor Beginn des Films läuft nochmals angesehen werden.
Dieses Extra ist doppelt auf der DVD
Unnötig (da doppelt)
3) Original Dokumentation „Im Schatten des Vampirs“ (ca. 30: Minuten)
Hierbei handelt es sich um Interviews mit Cast & Crew, sowie der Buchautorin Anne Rice, die über den Film und dessen Figuren sprechen. Anne Rice erzählt, wie sie auf die Idee kam dieses Buch zu schreiben und dass sie, als sie das Drehbuch dazu schreiben sollte, seit 15 Jahren kein Buch mehr geschrieben hatte. Man erfährt, dass 20 Jahre lang in Hollywood darüber geredet wurde den Roman „Interview mit einem Vampir“ zu verfilmen, aber erst Produzent David Geffen das Projekt wirklich anpackte.
Dieses Extra ist eine Art Making- Of. Allerdings ist es informativ und keine reine Werbeveranstaltung, wie es Making- Of´ s so oft sind.
Interessant
IV. Kinotrailer (ca. 2:30 Minuten)
Hierbei handelt es sich um den obligatorischen Original US- Kinotrailer, ohne deutschen Untertitel
Durchschnitt
§5 >>>>>>>>>>Bild- und Tonqualität<<<<<<<<<<
Die Bildqualität der DVD zum Film „Interview mit einem Vampir“ ist sehr gut und scharf. Der Kontrast ist, auch in dunkleren Szenen, die hier zum großen Teil vorzufinden sind, sehr gut. Auch die Farbintensität ist nicht zu beanstanden. Beim Sehen des Films fallen keinerlei Bildfehler auf.
Die Tonqualität der DVD zum Film „Interview mit einem Vampir“ ist sehr gut und glasklar. Die Dialoge und die Filmmusik sind ungefähr gleichlaut, so dass eine ständige Lautstärkenregulierung, während des Sehens des Films, nicht notwendig ist. Die vorderen und hinteren Boxen sind gut aufeinander abgestimmt. Die Surroundanlage wird hier nicht vollkommen gefordert, da der Film eher ruhig ist.
§6 >>>>>>>>>>Meine Meinung und Fazit zur DVD<<<<<<<<<<
Die DVD zum Film „Interview mit einem Vampir“ verfügt über eine sehr gute Bild- und Tonqualität. Sie enthält teilweise interessantes Bonusmaterial (wobei hier am interessantesten die „Original Dokumentation“ ist. Durchschnitt sind hingegen das „Vorwort“ vor dem Film selbst, der „Audiokommentar von Regisseur Neil Jordan“ (weil es nur in Englisch, ohne deutschen Untertitel ist) und der „Kinotrailer“. Als unnötig empfand ich „Stab und Besetzung“ (da diese Infos auch auf der Rückseite der DVD Hülle stehen). Doppelt ist zudem das „Vorwort“, da es vor dem Film läuft und dann noch einmal unter den Extras aufzurufen ist.
Die DVD ist teilweise günstig zu erwerben.
Die Special Edition der DVD zum Film „Interview mit einem Vampir“ ist übrigens in einer Ameray Hülle, während sich die normale Version in der Warner- typischen „Schnapper“- Hülle befindet.
§7 >>>>>>>>>>Gesamtbewertung<<<<<<<<<<
Der Film „interview mit einem Vampir“ erhält von mir, wegen der guten Schauspieler, der guten Story und der dichten und düsteren Atmosphäre 5 von 5 Punkten.
Die DVD zum Film „Interview mit einem Vampir“ erhält von mir, wegen der sehr guten Bild- und Tonqualität, des teilweise interessanten Bonusmaterials und dem teilweise günstigen Preises 4 von 5 Punkten.
Dies ergibt in der Gesamtbewertung knappe 5 von 5 Sternen.
Den Kauf der DVD zum Film „Interview mit einem Vampir“ kann ich für unter 10,- Euro empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.


