Suchen
Startseite   » Musik   » Rock & Pop   » Roxbox 86 - 06 (Box-Set) - Roxette   » Erfahrungsbericht
Roxbox 86 - 06 (Box-Set) - Roxette

Roxbox 86 - 06 (Box-Set) - Roxette

Produktbewertung: | 1 Erfahrungsbericht | Erfahrungsbericht schreiben

Beschreibung: Titel: Roxbox 86 - 06 | Künstler: Roxette | Genre: Pop | Schlagworte: MOR (Middle of the Road); Pop international; Euro Pop; Soft Rock; Deutsch-Pop | Medium: CD + DVD | Set-Inhalt: 5 | Veröffentlichungsdatum: 20. Oktober 2006 | Label: Emi | Vertrieb: EMI Electrola | EAN: 094636797229

Finanzierung: 
Produkt ab 3,45 % finanzieren

It must have been love!

Bericht für Roxbox 86 - 06 (Box-Set) - Roxette von knopfi (25.02.2008)

Pro:
Perfekte Collektion
Kontra:
nichts

Hallo Zusammen!

Meinen heutigen Bericht verfasse ich im vollsten Musik – Wahn! Soeben habe ich einen musikalischen Marathon beendet, der sich fast über eine ganze Woche erstreckt hat. Eine Woche – Eine Band! 78 Songs plus eine DVD in sieben Tagen – aber, es hat sich gelohnt!

Es handelt sich um die Band „Roxette“, der ich mein halbes Leben schon mein musikalisches Herz widme. Natürlich nicht nur, das wäre ja ziemlich langweilig, aber ich höre die Band sehr gern und ich denke, ich kann mich als Fan bezeichnen.

----------------------------------------------------------------
/O\ Die„RoxBox“ - Um was geht’s hier eigentlich?
----------------------------------------------------------------

Wie es sich für jeden Fan gehört, befinden sich alle erschienenden Alben der Band in meinem CD – Ständer. Man freut sich riesig, wenn es Neuigkeiten gibt, die die Band betreffen oder gar nach langer Zeit Abstinenz ein neues Album erscheint. Und es ist da! Gleich zwei Höhepunkte in diesem Jahr für den Roxette – Fanatiker: Ein neues Album mit dem Namen „Hits“ ist herausgekommen und et voila, die Greatest Hits – Compellation „RoxBox“ ist auch
schon zu haben.

Okay, jetzt werden viele meinen, welch eine Band, die mehrere Jahre erfolgreich auf dem Markt rumort, bringt kein „Greatest Hits“- Album heraus? Stimmt, auch „Roxette“ sind bisher mit mehreren „Best of“- Samplern auf dem Markt vertreten, doch die „RoxBox“ ist doch schon ein besonderes Schmankerl.

Auf vier CD ´s sind alle Hitsingles der vergangenen 20 Jahre, Demos von nicht erschienenden
Songs, Outtakes, sowie zwei neuen Hits hinterlegt; plus einer DVD mit allen Videos und einer bisher unveröffentlichten MTV Unplugged – Show!

-------------------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - Wer sind „Roxette“?
-------------------------------------------------------------

1986 wurde eine US – Musikfirma auf zwei Künstler aufmerksam, die sich mit gut klingenden Songs in den schwedischen Charts behaupteten. Marie Fredriksson und Per Gessle. Im allgemeinen europäischen Raum blieb der Erfolg der Songs aus, da niemand
die schwedischen Texte außerhalb des Landes verstand. Man dichtete die Songs ins Englische um und überlegte sich einen passenden Namen für die Band. Ein Song der Band „Dr. Feelgood“ gab den passenden Namen: „Roxette“.

Die erste Singleauskopplung aus dem ersten Album -„Pearls of Passion“ – mit dem Namen
„Neverending love“ schlug gleich in die UK – Charts ein wie eine Bombe.
Der weltweite richtige Durchbruch kam allerdings erst 1989 mit der Single „The Look“, die
europaweit die Charts anführte und es selbst in den USA auf Nummer eins schaffte.

Nach „ABBA“ sind „Roxette“ die erfolgreichste schwedische Popband. Songs mit dem teils
rockigem Charakter, meist gesungen von Per Gessle und die unendlichen Liebeslieder, genial gesungen von Marie Fredriksson konnten letztendlich überzeugen.
Wer bis dato „Roxette“ noch nicht kannte wurde spätestens nach dem Film „Pretty Woman“ mit ihnen konfrontiert. Der Leadersong „It must have been love“ wurde der erfolgreichste Song der Band.

Bisher kann die Band 42 Singles und 20 Alben vorweisen, alle erfolgreich. Ein beachtliches Ergebnis!

Nachdem Marie Fredriksson an einem Gehirntumor erkrankte, gab es eine dreijährige Pause. 2006 kehrten „Roxette“ wieder in die Öffentlichkeit zurück.

-------------------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - Wie schaut sie aus?
-------------------------------------------------------------

Die Compellation ist im buchförmigen A5 Hochformat gehalten.
Auf dem Cover ist Per Gessle im Vordergrund, Marie Fredriksson lächelnd dahinter zu sehen.
In weißen, großen Buchstaben (die „O´s“ jeweils mit einem goldenen Stern versehen) steht:
„THE ROXBOX – ROXETTE 86-06“.
Darunter etwas kleiner:
„4 CD´S – INCLUDED ALL THE HIT SINGLES, RARE RECORDINGS, DEMOS & MUCH MORE! 2 NEW RECORDINGS!
BONUS DVD WITH: THE COMPLETE ROXETTE MTV UNPLUGGED TV SHOW! ALL
THE ROXETTE VIDEOS!

Klappt man die Box auf, stößt man auf die ersten beiden CD´s, sowie auf ein 35- seitiges, verschiedenfarbiges Booklet mit der Band – History, fantastischen Fotos und unheimlich vielen Hintergrundinformationen. Manko: Alles auf Englisch!

Die DVD befindet sich im letzten Part der Box: Gut verpackt in die letzte Bookletseite. Die letzten beiden CD´s bekommt man beim Zuklappen der Box zu Gesicht.

Jeder der vier CD´s sieht gleich aus: Ein großer goldener Stern, dem Bandnamen und der
jeweiligen CD – Nummer.

Die DVD ist ein Ding für sich. Ein klitzekleines Coverbild auf der oberen und unteren Seite, der Rest des bespielten Rohlings ist silbern. Erst beim Abspielen habe ich bemerkt, das beide Seiten gebrannt wurden.

Klappe ich die Box zu finde ich alle Songs, mit den jeweiligen Namen der Alben, wieder. Geordnet zur jeweiligen CD.
Ansonsten ist das Backcover in einem Rot-Orange gehalten, worauf schwer erkennbar eine E-Gitarre abgebildet ist.

An und für sich eine sehr schöne Aufmachung der Box! Verspricht sehr viel und macht neugierig auf mehr…hechel…

------------------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - Der Test - Marathon
------------------------------------------------------------
Es ist meiner Meinung nach nicht besonders sinnvoll, jeden der 78 Songs aufzuzählen, zu beschreiben und ihm eine eigene Meinung und Bewertung zuzuordnen, wie man es gewöhnlich bei gewöhnlichen Alben praktiziert. So werde ich jede der vier CD´s (plus DVD)
beschreiben, kleine Infos zu bekannten oder unbekannten Liedern beisteuern. Ich denke, das
dürfte ausreichen und den Bericht etwas informativer gestalten.

-------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - CD 1 /O\
-------------------------------------------------

Die Anfangsjahre der Band. Hier sind die Singles der Jahre 1986 bis 1991 vertreten.
Begonnen wird mit der First Single: „Neverending love“, einem Ohrwurm der einen typischen
poppigen Touch der 80ger Jahre besitzt. Ein im Takt trommelndes Schlagzeug , leichte Klänge der E-Gitarre und die Stimme von Marie Fredriksson und Per Gessle. Trotzdem ein Song, der sich beim Hören in einen kompletten Ohrwurm verwandelt. Wie schon oben berichtet, eine Auskopplung aus dem ersten Album „Pearls of Passion“, das erst in späteren Erfolgsjahren in deutschen Landen zu haben war. Daher wird ebenso die Single „Goodbye to you“ eher unbekannt erscheinen.

“Look Sharp”- Auskopplungen scheinen da eher bekannter. Auch dieses Album hat den 80er Pop in sich. Die flotte Schreihymne „Soul Deep“ mit der Stimme von Marie Fredriksson bringt die erste „roxettige“ Stimmung ins Haus. Burner wie „The Look“, „Dangerous“, „Sleeping Single“, „Listen to your heart!“ und „Dressed for Succes“ brauche ich nicht zu erwähnen.
Erwähnenswert ist die doch etwas unbekanntere Pop - Ballade „Cry“, sehr schön performed von Marie Fredrikson, die sich hier in verschiedenen Tonlagen mit dem „brummenden“
Synthesizer arrangiert.

„The Voice“ und „Secret that she keeps“ sind zwei Auskopplungen den beiden jeweiligen
Alben, die zwar schön anzuhören sind, aber keine Besonderheit darstellen.

Wir gelangen in die 90er.

Kommen wir zu meinem absoluten Favoriten. 1990 aus dem „Pretty Woman“ Soundtrack ausgekoppelt und wunder, wunderschön: „It must have been love“. Ein Song, in den ich mich regelrecht hineinlegen möchte. Die klare Stimme von Marie Fredriksson zum idealen passender Rhythmus des Schlagzeugs und dem dazu spielenden Klavier. Wer die Live – Version kennt, die puren Töne des Klaviers zur Stimme von Marie, weiß wovon ich rede.

„Joyride“ das wohl erfolgreichste Album mit der gleichnamigen Single läuten bei „Roxette“ eine mehr oder weniger neue Klangzeit ein. Per Gessle ist hier mehr im Duett mit Marie zu hören und „kümmert“ sich vorwiegend mit seiner Stimme um die rockigeren Songs, während sich Marie Fredrikson die Balladen vornimmt. Allein „Joyride“ klingt zu den Songs der vorherigen Alben rockiger, ausgereifter und noch liebevoller. Ebenso „Church of your heart“ performed von Per´s rauchiger Stimme läßt den Songs angenehme gut klingen.
Weitere “Joyride” - Balladen wie „Fading like a flower“, „Watercolours in the rain“, “Perfect Day“ und dem immer wiederkehrenden „Spending my time“ lassen keinen Zweifel aufkommen, dass „Roxette“ ihren Erfolg verdient haben. In „Spending my time“ besingt Marie Fredriksson, in Begleitung von Akustikgitarre und legerem Schlagzeug, wie „sie“ die
Zeit der frischen Trennung hinter sich bringt, was sie fühlt, wie sich die einzelnen Bilder des „Ex“ in jeder Situation auftürmen und sie versucht, es zu überwinden. Einer der wirklich schönen Balladen des „Joyride“-Albums.

Fazit der ersten CD: Genial! Hier kommen alte Erinnerungen hoch!

-------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - CD 2 /O\
-------------------------------------------------

Weiter geht’s in die Erfolgsjahre 1991 bis 1994.

Wer kennt die Zirkus – Single „The Big L.“ nicht? Das Duo in perfekten musikalischen Einklang. Der Song erinnert mich ziemlich leicht an „Joyride“, hat aber durch die zwischenzeitlichen E- Gitarren – und Keyboard- Solos eine gesonderte Differenz.
„Do you get exited“ und „Things will never bet he same“ sind ebenfalls Auskopplungen aus „Joyride“, beginnend als Ballade, endend im rockigen Sound. Beide wieder im Duett gesungen, mit starken E-Gutarren und Schlagzeugakzenten.
Das erste Outtake „The sweet helo, the sad goodbye“! Eine Ballade, wieder gemeinsam gesungen (Per taucht im Refrainhintergrund auf), begleitet von Parkas ions und Keyboard, in dem es, wie soll es anders sein, wieder um die verlorene Liebe geht.

Zwei Demos: „Love spins“ und „Seduce me“, die den etwas rockig, langsamen Touch haben (wieder Schlagzeug, E-Gitarre und Keyboard im Spiel), nett und angenehm zu hören, allerdings auch nichts weltbewegendes – eben Demos!

Die Frage „How do you do?“ assoziiere ich witzigerweise immer mit dem gleichnamigen Song von „Roxette“. Die vierte Single, die es in Deutschland auf Platz eins geschafft hat und das Album „Tourism“ (1992) ankündigte, das sechzehn Songs der verschiedenen Konzerte beinhaltet und es ebenso in die Führungsposition schoss.
„The heart shaped sea“, „The rain“, „Never is a long time“, “Silver blue“ und “Come back”, fünf sehr schöne Songs, die auf “Tourism” zu finden sind. Mein Favorit aus den fünf Songs
ist „Come back“, wieder ein etwas poppiger Liebessong, der sich fast ausschließlich dem Sound des Keyboards und des Schlagzeugs konzentriert, im Refrain ziemlich kleinlaut eine Akustikgitarre, gesungen von Marie Fredriksson, später setzt Per im fröhlichen Rhythmus ein und gibt dem Song etwas glaubhaft Persönliches.
„Queen of rain“ (die einzige Single – Auskopplung aus diesem Album) mit seinen einzigartigen Oboen-, Gitarren-, Schlagzeug- und Vogelklängen, super gefühlvoll gesungen von Marie. Sehr, sehr schöner Song, der es in Deutschland (leider) nur bis Platz 19 schaffte.

Ein sehr schöner Song zu einem ziemlich merkwürdigem Film: „Almost unreal“. Der Soundtrack zum Nintendoklassiker „Super Mario Brothers“, der 1993 auch noch verfilmt wurde. Warum auch immer. Aber etwas Schönes hat es: Ohne diesen Film gäbe es den Song vielleicht nicht…wer weiß…

1994 kommt „Crash, Boom, Bang“ in die Läden. Ein Album, welches wieder eine neue Ära in die „Roxette“- Geschichte einläutet. Die Band schließt sich der „hausgemachten“ Musik an, schafft den Synthesizer ab, die E-Gitarre ist im Vordergrund, die Songs klingen immer weniger poppig, sondern gehen mehr in´s Rockige. Die beweist „Sleeping in my car“, der wirklich rockt! Auch Marie und Per verändern sich: Beide verlassen den bisher typischen Punklook. Marie schneidet ihr Haar kurz und Per läßt es leger herunterhängen.
Zwei sehr schöne Singles aus dem Album sind „Vulnerable“ und „Crash, Boom, Bang“, beides Balladen der Sonderklasse. Per zeigt in „Vulnerable“, dass auch er die Kunst der Balladensingerei beherrscht. Begleitet von Streichinstrumenten und dem Hintergrundgesang von Marie setzt er dem Song wirklich Akzente.

Ein doch leicht freudiger Song ist der Ableger „The first girl on the moon“. Besonders die Mundharmonika in der Mitte des Liedes und dazu die Akustikgitarre geben dem Lied feine Westernklänge. Dazu die Stimmen von Per und Marie. Ein gerade mal 3 – Minuten – Song.
Die CD endet mit dem Song „I´m Sorry“, ebenfalls eine Auskopplung aus „Crash! Boom! Bang!“ Dreimal darf man raten, um was es hier geht. Marie Fredriksson im Vordergrund vom Keyboard begleitet, im Refrain ist Per Gessle zu hören.

Fazit der zweiten CD: Sehr schön; gelungener Songmix.

-------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - CD 3 /O\
-------------------------------------------------

Ein weiterer Schritt durch die Jahre 1994 bis 1999.
Neben „Rund to you“, der letzten Single aus dem „Crash! Boom! Bang“- Sampler befindet sich ein weiteres Outtake mit dem simplen Namen: „See me“ auf der CD. Ein sehr ruhiges, relaxendes Stück, fast schon chillig. Vergleichbar mit Liedern von der Gruppe „Enya“, die mit dieser Art von Musik ja auch riesige Erfolge feiern.

„Don´t bore us – get to the chorus“ – das erste Greatest Hits – Album von “Roxette“, welches sie 1995 auf den europäischenArkt brachten, allerdings erst 2000 in den USA erschien.
Ein sehr schönes Album, eben mit den bis dato erschienenden Hits, plus vier neuen Songs: „June afternoon“, „She doesn´t live here anymore“, „I don´t want to get hurt“, sowie der Ballade „You don´t understand me“. Das Album schaffte es in in die Top 10 der europäischen Charts.

Auf der CD sind zwei Demos enthalten. Zum einen der rockige Song „Always braking my heart“, der vorwiegend durch die E-Gitarre, einem schnellen Schlagzeug und Pers Gesang überzeugt. „Staring at the ground“ ein Song, ebenfalls performed von Per, im Mix mit Marie.
Die Instrumente sind sehr schön abgestimmt: Die Strophen werden von einer Akustikgitarre begleitet, der Refrain mit E-Gitarre, Mundharmonika und dem Keyboard. Ein netter Song, nichts Weltbewegendes, der bestimmt Gutes daran getan hat, nicht auf einem der Alben zu erscheinen.

Song 8, ein Beatles – Cover von „Help“. Ganze 2:57 lang, gefühlvoll gesungen (wie soll´s anders sein) von Marie Fredriksson, einzig begleitet von einer Akustikgitarre. Ein sehr schöner Song, der bislang nur auf einem, mir nichts sagendem Album namens „The Abbey Road Session“ erschienen ist.

1999 erschien das Album „Have a nice day“, das musikalisch mehr auf dem Computer produziert wurde. Es sind streckenweise Stücke enthalten, die mehr für „Scooter“ zutreffen würden, als auf „Roxette“. Verzerrte Stimmen, rappende Musik. Sehr gut zu hören beim Song
„You can´t put your arms around what ´s already gone“ oder bei „Crush on you”, der allerdings nicht auf dieser CD vertreten ist.
Die Lovesongs in á la „Roxette – Manier“ sind natürlich auch vertreten. „Wish I could fly“ oder „Stars“ und “Salvation”. Ebenso „Waiting fort he rain“ oder “Cooper”, beides Auskopplungen aus dem “Have a nice day” – Sampler. Daraus auch erschien die Single “Anyone”. Ein sehr ruhiger Song, gesungen von Marie, in Begleitung von
Streichinstrumenten und einem sachten Schlagzeug.

Auch zu diesem Album gibt es Outtakes. „It hurts“ ein Schlagzeug- und Blockflötenbetontes
Lied, im Dreiviertel – Takt. Erinnert ein wenig an die Indianer – Musik, die in jeder Einkaufpassage gespielt wird….schmunzel…
Anders schaut es da schon bei „Little Miss Sorrow“ aus. Langsamer Start umgeben von Harfe und der E-Gitarre, gesungen von Per Gessle. Ungefähr in der Mitte des Songs wird es poppiger, Schlagzeug, Keyboard und Akustikgitarre setzen ein. Ein Song, der mich wieder an die Anfänge der 90er erinnert, in dem „Depeche Mode“ wieder neue Songs rausgebracht hat.
Ein weiteres und letztes Outtake ist der Hymnenartige Song „Happy Together“. Wahrscheinlich wollten „Roxette“ die restliche Welt motivieren mal wieder etwas mehr die Umwelt anzulächeln. Wie auch immer. Kein aufregender Song, trotzdem zum weiterzappen doch zu schade.

Fazit der dritten CD: Die dritte CD ist mehr für die eingefleischten Fans gemacht. Viele der Songs waren kaum in den höheren Chart – Positionen vorzufinden und dadurch doch etwas unbekannter. Die Veränderungen, die die Band im Laufe der 90er vollzogen hat merkt man schon. Gerade die „Have a nice day“- Auskopplungen geben ein ungewöhnliches Bild der Band wieder. Nichts Schlechtes, es ist nur „neu“ und daher immer gewöhnungsbedürftig. Mehrmals hören lohnt sich definitiv. Allerdings tritt hier eher weniger der „Ohrwurmeffekt“ auf!

-------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - CD 4 /O\
-------------------------------------------------

1999 bis 2007. Diese letzte CD strotzt nur vor Demos. Sieben an der Zahl. Zum einen wäre da
„7Twenty7“. Ein Dreieinhalb – Minuten - Song, der mit poppigen Tönen, einer Computeranimierten Per- Gessle – Stimme nicht wirklich den Bock abschießt. Zu „normal“ erscheint dieser Song gegenüber der gewohnten, speziellen Art. Jede normale Band bekommt so etwas hin.
Gelungener finde ich hier schon die Demoversion von „Anyone/ I lve how you love me“, ein Madley aus zwei Songs. Begonnen wird mit „Anyone“, das aber dieses Mal von Per gesungen wird, der Sound der Streichinstrumente ist, der Stimme angepasst, etwas tiefer gehalten. Im Mittelpart des Songs wird „I love how you love me“ mit sachten Pianotönen eingespielt. Dieses Lied ist ein Blues, der sich ein wenig an die 60er Jahre anlehnt.
„Myth“ ist ein etwas schnellerer Song, mit „normalem“, nicht wirklich neuem Klang, gesungen von Marie. Demo Nummer vier klingt hier schon etwas stimmungsvoller. „New World“ geht im Cha Cha Cha – Rhythmus ins Ohr, beherbergt sämtliche Instrumente und lehnt sich auch hier ein wenig an die „alten Jahre“ an. Bis auf die Stimme von Marie, die leider sehr PC – Verändert wirkt, klingt der Song recht locker und läßt etwas Frohsinn vermuten!
„Better of her own“, „Bla Bla Bla, You broke my heart“ und „All I never wanted“ sind
Demos, die man als nicht gelungenen Müll bezeichnen kann. Hier wiederum ist das weiterzappen erlaubt, fast schon ein Muß!

2001 erschien das vorerst letzte Album das „Roxette“ mit ausschließlich neuen Songs herausbrachten. Nur in Deutschland und der Schweiz schaffte das Album den Sprung in die
oberen drei Positionen, obwohl das Album echt gelungen ist. Wieder ein leicht abgeänderter Sound, im Großen und Ganzen aber gelungen.
„The Centre of my heart“ ist für mich eine dieser neuen Art Musik. Ein sehr gelungener Song,
der mit keinem einzigen Live – Instrument bestückt ist, komplett animiert. Die Strophen sing Marie mit leichter, den Refrain Per mit sehr verzerrter PC – Stimme. Trotzdem gibt es dem Lied das gewisse Etwas. Auch „Real Sugar“ hat seinen besonderen Computer – Charme. Verzerrte Stimmen von beiden „Roxette – Sängern“, animierte Musik, trotzdem geht der Song ins Ohr. Beide Songs sind damals als Singles dem Album „Have a nice day“ ausgekoppelt worden.

Eine weitere Single war die Ballade „Sugar, milk and honey“. Wieder Streichinstrumente in Verbindung mit dem Schlagzeug. Marie Fredriksson besingt mit sehr viel Gefühl die Schönheit der Liebe. Sehr schöner Song, der aber sehr oft in den Radiostationen rauf und runter läuft.

Einen ganz anderen Touch verbirgt sich in „Jefferson“! Auch ein Ableger aus „Have a nice day“. Per besingt, umgeben von rockigen Instrumenten, den glücklosen Mister Jefferson. Geiler Song mit Ohrwurmgarantie!

Wie gewohnt sind auch hier zwei Outtakes zu finden: „The weight of the world“ (eine sehr ruhige Ballade, gesungen von Per und Marie, begleitet ausschließlich von einer Akustikgitarre) und „Every day“ (dieser Song besingt Marie in Pianobegleitung). Zwei ruhige Lieder, die es sich anzuhören lohnt.

2002 kam „Roxette – Ballade Hits“ heraus. Ein Sampler mit den besten Schmuse – Songs auf denen die Single „A think about you“ zum ersten Mal veröffentlich wurde. Eine sehr gelungene Popballade, die alle Instrumente vereint und sich mit Per und Marie im Duett singend harmoniert. Klasse Song!

Und auch schon ein Jahr später (logischerweise 2003) erschien „Pop Hits“, wie kann es anders sein, mit den besten Popsongs. Auch hier gabs etwas Neues und zwar „Opportunity Nox“! Hier werden sich wahrscheinlich auch die Techno – Fans mit anfreunden können. Rein animiert, aber ein genialer Song. Per singt Refrain und Strophen, Marie steigt mit einem „Du du du …– I`m living in Opportunity Nox“ ein. Cooler und empfehlenswerter Song! Mag ich sehr gern!

Last but not least – Täterättä: Die neuen Songs!
Zum einen „One wish“. Hier hat sich Per wieder einmal am PC ausgelassen. Man kann ahnen,
das das neuen Album wieder einen neuen Stil beherberg und sich auch „Roxette“ dem Trend anpassen. Beide singen hier ein recht schnellen, poppigen Takt, der sich hören lassen kann. Ob es die Geschmäcker der Zuhörer und Fans trifft bleibt abzuwarten.

„Reveal“ kommt dieses Jahr heraus. Mit leichten Klängen des Pianos, der Oboe, Akustikgitarre und des Bassgitarre erinnert mich dieser Song ganz leicht an die Musik zu einem Märchenfilm. Aber auch nur so zwischendurch mal. An diesen von Marie Fredriksson gesungenen Song muß auch ich mich erst einmal gewöhnen.

Fazit der vierten CD: Tja, hier werden wirklich nur die Fans selbst bedient! War die CD Nummer drei schon recht Fanfreundlich geneigt, gibt diese Vierte fast ausschließlich nur neue
Rythmen vor. Bis auf die Singles „Sugar, milk and honey“, „Real sugar“, „The centre of the heart” und “A thing about you” findet der „normale Zuhörer“ kaum etwas Bekanntes. Für
den „Roxette“ - Fan allerdings ist auch diese Scheibe sehr geschmackvoll gestaltet. Wem welcher Song gefällt oder nicht bleibt Geschmackssache.

------------------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - Die DVD /O\
------------------------------------------------------

Da die DVD doppelseitig bespielt ist, kann ich hier getrost von der „A“- Seite und später von der „B“- Seite sprechen. Krass, wie zu LP – Zeiten.

Seite „A“ ist das „MTV – Unplugged!“- Special. Die DVD ist wie erwartet komplett in Englisch gehalten, es gibt auch keine deutschen Untertitel.

Im Hauptmenü gibt es vier Anwahlpunkte:
1.) „Play Concert“: Hier wird das bisher unveröffentlichte „MTV Unplugged“ – Konzert gezeigt, das „Roxette“ am 09. Januar 1993 im „Circus“ in Stockholm gegeben haben. Ist schon witzig zu sehen, wie sie damals noch die punkigen Frisuren hatten…schmunzel. Die Band sitzt auf einer in weißen Laken gehüllter Bühne, die Songweise verschiedenfarbig angestrahlt werden.
Große tropfende Kerzen lassen sich im Hintergrund blicken und lassen bei dunkler Stimmung ihrem gemütlichen Licht freien Lauf.

13 Songs werden gespielt. Darunter die bekannten Lieder „The Look“, Fingertips“, „Church of your heart“, “Joyride”,“Listen to your heart” und “It must have been love”. Aber auch ein paar weniger bekannte Titel wie “Hotblooded”, “I never loved a man” und „Heart of gold“.
Sehr schöne Klänge, mal eben „pur“ performed.
Zwei Interviews gibt’s auch noch (auch hier auf Englisch, ohne Untertitel). Wie die Songs im einzelnen performed werden, solltet ihr euch am besten selbst anschauen. Das wäre hier zuviel des Guten.

2.) „Choose Song“: Jeder Song kann hier nochmals einzeln angewählt werden. Mein Tipp:
„It must have been love“…schmunzel…

3.) „Bonus Tracks“: Und weil wir so brav waren, gibt’s acht fehlenden Top – Songs noch als kleine Zugabe dazu. Alle einzeln anwählbar und ebenso empfehlenswert. Mein Tipp: „Spending my time“!

4.) „Audio Settings“: Die Auswahl der Audiofunktionen ist zwar auf „DTS Stereo“ und „Dolby Digital“ beschränkt, aber das genügt doch, meiner Meinung nach.

---
Die „B“- Seite verspricht Videospaß pur! Fette 37 Singles – Videos werden hier geboten. Es ist schon krass, wenn man sich den Unterschied anschaut zwischen „Neverending Love“ (1986) und „Opportunity Nox“ (2003). Da liegen Welten zwischen! Und man merkt, das wieder zwanzig Jahre rum sind…heul…
Die Videos sind in glasklarer Qualität!
Diese Seite der DVD beherbergt nur zwei Anwahlpunkte: „Play all videos“ und „Choose Video“. Ganz easy.

Fazit DVD: Sehr schön gestaltete DVD. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, gerade bei den Musik – Videos kommt man ins Schwärmen. Die Unplugged – Version ist Geschmackssache. Wer es mag, für den ist es ein Schmankerl!

------------------------------------------
/O\ Die „RoxBox“ - Fazit
------------------------------------------

Nachdem ich den Marathon – Test beendet habe, musste ich erst einmal meine „Roxette“ – Sammlung heranholen und dem „Sound der 90er“ lauschen. Ich wusste gar nicht mehr, was die Band so alles herausgebracht hat. Das könnte natürlich daran liegen, dass ich sämtliche Alben schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört habe.

Die „RoxBox“ ist eine sehr große Verleitung zum erneuten Hören der Band! Für die „normalen Zuhörer“ sind die beiden ersten CD´s der absolute Renner, bei den anderen Beiden
werden sie kaum geschmacklich fündig werden. Für die Fans allerdings, ist die Box ein absolutes Muß!

Eine sehr schöne Aufmachung, ein informatives Booklet. Die Box enthält einen fantastischer Mix aus erschienenden Singles, Demos, Outtakes, neuen Songs und Auskopplungen. Mag sein, das nicht jeder Song nach meinem Geschmack ist, aber es ist halt Ansichtssache. Manchmal muß man eben zweimal hinhören…lach…

Auch die DVD hat ihren Charme. Die bisher unveröffentlichte „MTV Unplugged-Show“ vom Januar´93 hat ihren Reiz, ebenso wie die 37 Videos auf der zweiten Seite der DVD.

Ich packe die „ROXBOX“ in die 5 – Sterne – Kategorie und empfehle: KAUFEN!


© knopfi.de´07