Strom aus fossilen Brennstoffen
Steht man davor, kommt der Gedanke, man stünde am Rande der Welt: riesige Landschaften, die von noch größeren Baggern metertief ausgehoben wurden, endlose Förderbänder, auf denen kleine Häufchen Kohle von hier nach da transportiert werden - Braunkohleförderung in Deutschland.
In Wärmekraftwerken werden fossile Rohstoffe, wie zum Beispiel Braun- oder Steinkohle, Erdöl und Erdgas, aber auch Biomasse verfeuert. Dabei entsteht Dampf, der Turbinen antreibt, die über einen Generator mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt. Neben Dampfkraftwerken zählen auch Solar- und Kernkraftwerke sowie geothermische Anlagen zu Wärmekraftwerken.
Diese Art der Stromerzeugung zählt zu den konventionellen Methoden. Weltweit liefern Wärmekraftwerke je nach Region mit 60 bis 100 Prozent den Großteil der Energie. Das liegt vor allem daran, dass die fossilen Brennstoffe in großem Maße vorhanden und relativ leicht zu fördern sind. Erneuerbare Energien gewinnen aber zunehmend an Bedeutung, da fossile Vorkommen begrenzt sind. In Deutschland wurden 2006 zu 23 Prozent Braunkohle, zu 21 Prozent Steinkohle und zu 12 Prozent Erdgas verfeuert.
Stromerzeugung in Wärmekraftwerken ist im Vergleich noch relativ preiswert, auch wenn die fossilen Brennstoffe oft importiert werden müssen. Die Nachteile liegen auf der Hand: Bei der Verbrennung der Rohstoffe wird neben anderen Schadstoffen Kohlendioxid freigesetzt und somit der Treibhauseffekt verstärkt. Weiterhin geht ein Teil der Energie als Abwärme ungenutzt verloren. Wie bereits erwähnt, ist das Vorkommen fossiler Brennstoffe begrenzt.
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