PREISVERGLEICH.de
Handy – Mobilfunkvertrag korrekt kündigen | PREISVERGLEICH.de

Kündigung des Mobilfunkanbieters

Viele Verbraucher sind an bestehende Verträge für ihr Handy gebunden und wollen in einen preiswerteren Tarif wechseln. Eigentlich kein Problem: Wer zu einem anderen Mobilfunkanbieter wechseln will, kann dies tun. Er muss jedoch vorher den Vertrag bei seinem bestehenden Anbieter kündigen, um nicht doppelt zu bezahlen. Das ist prinzipiell gar nicht schwierig, doch manchmal gibt es auch Tücken, die im Detail liegen.

Handy Vertrag fristgerecht kündigen

Wenn ein bestehender Vertrag für das Handy gekündigt werden soll, gelten die für Verträge üblichen Grundsätze: Es gibt Fristen für die Kündigung. Viele Verbraucher verwechseln bei einem Vertrag für ein Handy die Mindestvertragslaufzeit mit einer Vertragslaufzeit. Nur Letztere beendet die Bindung zum Anbieter automatisch. Bei einer Mindestvertragslaufzeit muss die Kündigung ausdrücklich ausgesprochen werden. Die Frist beträgt zumeist 3 Monate zum Ende der Mindestvertragslaufzeit. Wenn diese Frist nicht eingehalten wird, verlängert sich der Vertrag für das Handy oft um bis zu einem Jahr. Auf jeden Fall sollte man die Kündigung, um ganz sicherzugehen, auf dem Postweg aussprechen. Der Inhalt für diesen Brief könnte wie folgt aussehen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Mobilfunkvertrag (Tel.-Nr. oder Vertrags-Nr.) zum nächstmöglichen Termin fristgerecht. Ich bitte um eine Kündigungsbestätigung mit Angabe des Datums, an dem der Vertrag ausläuft.

Mit freundlichen Grüßen“

Besonderen Wert sollte auf die Formulierung „“zum nächstmöglichen Termin fristgerecht““ gelegt werden. Denn hat man die Frist – eventuell auch nur ganz knapp – überschritten, sorgt diese Passage dafür, dass zumindest zum Termin danach dem Anbieter des Vertrags für das Handy eine gültige Kündigung vorliegt. Gibt es eine Möglichkeit, den Vertrag trotzdem noch zum gewünschten Termin zu kündigen? Ja, denn die Kündigungsfristen stehen zur Disposition der Vertragspartner – man kann sich, muss sich aber nicht darauf berufen. Ein Versuch schadet auf keinen Fall. Ein freundlicher Anruf kann Wunder wirken. Viele Mobilfunkanbieter sind darum bemüht, bei ehemaligen Kunden in guter Erinnerung zu bleiben – denn vielleicht sieht man sich ja mal wieder.

Sonderkündigungsrechte beim Handy Vertrag

In manchen Fällen steht den Nutzern eines Vertrags für ein Handy ein Sonderkündigungsrecht zu. Wenn der Mobilfunkanbieter zum Beispiel die Preise erhöht, ohne dass dies vorher im Vertrag vereinbart wurde, muss er dem Kunden die Möglichkeit geben, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. In dem Schreiben, mit dem der Mobilfunkanbieter die Preiserhöhung ankündigt, informiert er gleichzeitig über die neue Kündigungsfrist. Aber es gibt auch andere Sachlagen, die für den Verbraucher das Festhalten am Vertrag unzumutbar machen. Kommt der Mobilfunkanbieter beispielsweise seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach (ständige Netzausfälle, fehlender Service oder Ähnliches), so kann man ihm als Verbraucher eine angemessene Frist setzen, um den Mangel zu beheben. Kommt der Mobilfunkanbieter innerhalb der Frist dieser Aufforderung nicht nach, ist man berechtigt, die Kündigung auszusprechen. Noch ein Tipp: Vertrag ist Vertrag – das gilt auch für das Handy. Ein Vertrag beruht aber auf der Übereinkunft zweier gleichberechtigter Partner – Kunde und Mobilfunkanbieter. Man kann grundsätzlich alles besprechen und abweichend von vorgedruckten Vertragsbestimmungen regeln. Ein freundlicher Anruf ist oft effektiver als ein teurer Rechtsstreit.

Ratgeber:


Inhalte | Kontakt | Presse | Magazin | Partnerprogramm | Shops | Werben | Datenschutz | AGB | Impressum PREISVERGLEICH.de bei Facebook PREISVERGLEICH.de bei Twitter

© 2019 by PREISVERGLEICH.de - Alle Rechte vorbehalten.