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Handy Sonderkündigungsrecht | PREISVERGLEICH.de

Anwendung des Sonderkündiungsrechts

Möchte eine Person den abgeschlossenen Vertrag für ihr Handy fristlos kündigen, könnte es zu Problemen kommen. Unter normalen Bedingungen ist dies nicht möglich, hierfür müssen Gründe vorliegen, die unter das gesetzlich festgelegte Sonderkündigungsrecht fallen. Kündigungen, welche dem Sonderkündigungsrecht unterliegen, werden in der Regel als außerordentliche Kündigungen bezeichnet. Bei dieser Art von Kündigung müssen weder Gründe genannt noch bestimmte Fristen eingehalten werden, die im Normalfall in dem jeweils gültigen Vertrag für das Handy festgelegt sind. Zu den Gründen, die in der Regel von praktisch jedem Anbieter der Mobilfunkbranche akzeptiert werden, zählt unter anderem eine angemeldete Privatinsolvenz des Kunden. Dies hängt schon allein mit den finanziellen Interessen des Anbieters zusammen. Des Weiteren zählt hierzu das Ableben des Kunden. Dieses muss jedoch durch ein amtlich anerkanntes Dokument belegt werden. Von der Sonderkündigung für das Mobilfunkgerät kann Gebrauch gemacht werden, wenn der Kunde auf vereinbarte, jedoch nicht erbrachte Leistungen aufmerksam gemacht hat, hier jedoch keine Besserung erfolgte. Der Kunde steht allerdings in der Pflicht, den außerordentlichen Grund nachzuweisen. Die gesetzlichen Möglichkeiten sind für eine Sonderkündigung des Vertrags für das Gerät relativ eng gesteckt. Jedoch kann der jeweilige Anbieter durchaus großzügiger handeln. Somit bestehen gute Chancen, dass eine außerordentliche Kündigung des Vertrages für das Handy vonseiten des Mobilfunkanbieters angenommen wird obwohl dieser hierzu nicht verpflichtet ist.

Kündigung seitens des Anbieters

Auch der Anbieter der Mobilfunkleistung kann den Vertrag für das Handy vorzeitig kündigen. Dies ist möglich, sofern der Mobilfunkkunde gegen die vereinbarten Pflichten und Regeln der AGB verstoßen hat. In einem solchen Fall ist der Mobilfunkanbieter auch berechtigt, für den Schaden, der ihm durch die vorfristige Kündigung entstanden ist, einen finanziellen Ausgleich zu fordern.

Stornierung des Vertrags für das Handy nach Fernabsatzrecht

Ein Vertrag für ein Mobilfunkgerät fällt immer dann unter das Fernabsatzgesetz, wenn dieser per Internet oder per Telefon zum Abschluss kam. Voraussetzung für einen derartigen Vertragsabschluss für das Handy ist, dass der Anbieter den Kunden über rechtliche Rahmenbedingungen aufgeklärt hat. Des Weiteren muss die Voraussetzung erfüllt werden, dass der Mobilfunkanbieter auf die bestehende Möglichkeit eines Widerrufs hingewiesen hat. Dem Kunden steht das Recht zu, seine erteilte Willenserklärung innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Abschluss des Vertrages für sein Gerät zu stornieren. Gründe müssen hierbei nicht genannt werden. Außerdem hat der Kunde das Recht, einen Vertrag für sein Handy dann zu widerrufen, wenn gar kein Vertrag abgeschlossen wurde, aber der Anbieter diesen eröffnet hat. Hat der Verbraucher einen Vertrag über den Besuch eines Vertreters bei ihm zu Hause oder während einer sogenannten Kaffeefahrt abgeschlossen, verfügt er über das Recht, diesen Vertrag für sein Handy gemäß § 312 BGB unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen wieder zu kündigen. Des Weiteren besteht dieses Widerrufsrecht mit der Frist von zwei Wochen auch dann, wenn der Nutzer sich nicht bewusst ist, einen entsprechenden Vertrag für sein Handy abgeschlossen zu haben.

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