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Handy Taktung bei Minutenpaketen – Wissenswertes | PREISVERGLEICH.de

Taktung bei Minutenpaketen - was man wissen sollte

Mobilfunkgespräche (ob in Prepaid-Tarifen fürs Handy oder auch bei normalen Verträgen) werden in einer sogenannten „Taktung“ abgerechnet. Auch wenn diese Abrechnungsart in jeder Tariftabelle der einzelnen Anbieter abzulesen ist, weiß kaum jemand genau, was sie wirklich bedeutet und wie groß deren Auswirkungen auf die Gesprächspreise und damit auf die Handy-Rechnung sind.

Was bedeutet der Begriff Taktung für Ihre Handy-Abrechnung?

Die Taktung wurde früher als „Telefonzeittakt““ bezeichnet. Anhand der Verbindungsdauer und deren einzelnen Takt-Abrechnungen können Gespräche übers Handy erfasst und berechnet werden. Man kann durch die Art der Angaben erkennen, wie genau die Gesprächszeit im jeweiligen Tarif abgerechnet wird. Dargestellt werden die Taktungen im Normalfall in der Form „Sekunden / Sekunden“, wobei der erste Wert anzeigt, wie viel Zeit mindestens berechnet wird – auch wenn der Anruf viel kürzer war als die angegebenen Sekunden. An dem zweiten Wert kann man erkennen, wie genau danach abgerechnet wird. Diese Schreibweise der Taktung hat sich seit Jahren bewährt und wird mittlerweile von allen Anbietern genutzt. In sogenannten Minutenpaketen im Mobilfunkbereich haben sich die folgenden Taktungen durchgesetzt und werden nur hin und wieder durch andere Werte ersetzt:
 
60/1 – Eine Gesprächsminute wird auf jeden Fall berechnet, auch wenn man nur kurz telefoniert, nach dieser einen Minute wird sekundengenau abgerechnet
60/10 – Eine Gesprächsminute wird abgerechnet, danach jede angebrochenen zehn Sekunden.
60/60 – Nicht nur die eine Gesprächsminute muss gezahlt werden, sondern bei Überschreitung kommt jeweils eine volle Minute dazu.
30/10 – Eine halbe Minute wird immer berechnet, danach wird im Zehn-Sekunden-Takt abgerechnet.
 
Ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

1. Ein Anrufer wählt mit seinem Handy eine Nummer und spricht 35 Sekunden lang mit dem Empfänger des Anrufs. Bei den ersten drei Tarifen zahlt er immer eine Minute, im vierten gezeigten Tarif würde er 40 Sekunden zahlen.
2. Der Anrufer telefoniert drei Minuten und elf Sekunden lang. Beim ersten Tarif zahlt er drei Minuten, 11 Sekunden / Beim zweiten und vierten Tarif zahlt er drei Minuten 20 Sekunden / Beim dritten zahlt er volle vier Minuten.
3. Der Anrufer wählt eine Nummer, erhält nur die Mailbox. Trotzdem zahlt er in den ersten drei Tarifen jeweils eine komplette Minute, beim vierten Tarif nur 30 Sekunden.

Je nach Tarif (also Minutenpreis) können sich so während eines Monats viele bezahlte, aber nicht genutzte Sekunden anhäufen. Selbst bei Tarifen mit gleichem Minutenpreis fürs Handy variieren die zu bezahlenden Gesprächspreise enorm.

Welche Taktung ist die beste für Ihre Handy-Nutzung?

Das kann nur der Anrufer selbst entscheiden. Wer viele kurze Gespräche mit seinem Handy führen wird, sollte auf eine sekundengenaue Abrechnung achten (oder zumindest die Basis-Taktung möglichst gering halten) und kann auf diese Weise tatsächlich einiges an Geld sparen. Doch Vorsicht – die meisten Mobilfunk-Anbieter, die mit sekundengenauer Abrechnung werben, lassen sich dies mit höheren Minutenpreisen wiederum bezahlen. Wer dann zwischendurch längere Gespräche per Handy führen sollte, zahlt dadurch wieder mehr – und die eigentlichen Vorteile wandeln sich ins Gegenteil.


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