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5G-Netze: EU schmiedet Mobilfunk-Allianz mit Südkorea25.06.2014

EU will mit Südkorea LTE-Nachfolger 5G entwickelnUm den Ausbau von Mobilfunknetzen weiter voranzutreiben, hat die Europäische Union (EU) eine enge Zusammenarbeit mit Südkorea beschlossen. Ziel sind vor allem Fortschritte in der Entwicklung von Technologien der fünften Generation (5G). Dafür liefert das Land aus Fernost dank Unternehmen wie Samsung und LG auch ausreichend Know-how.

Europa will aufholen

Haben die Europäer die Mobilfunkbranche in den 1990iger Jahren noch dominiert, so waren sie zuletzt weit hinter Asien und den USA zurückgefallen. Jetzt starten sie offenbar ihre Aufholjagd. Zu Beginn der vergangenen Woche haben die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, und der südkoreanische Minister für Wissenschaft, IKT und Zukunftsplanung, Choi Mun Kee, ein zukunftsträchtiges Abkommen vereinbart.

Die beiden Kooperationspartner stimmen darin überein, dass die verschiedenen internationalen Funkfrequenzen einer Harmonisierung bedürfen. Deshalb wollen sie nicht nur weitreichende Forschungsleistungen auf dem Gebiet des 5G-Mobilfunkes erbringen, sondern auch einheitliche Regelungen für globale Standards und Bandbreiten aufstellen. Die Forschungen sollen 2016 oder 2017 auf den Weg gebracht werden.

Südkorea mit Wissensvorsprung

Im Zuge des Bündnisses haben auch der europäische Verband 5G Infrastructure Association und das vergleichbare Gremium aus Südkorea eine Zusammenarbeit festgelegt. Ersterem gehören unter anderem die Deutsche Telekom, Ericsson, Nokia sowie weitere namhafte Branchenvertreter an.

Hintergrund für den Schulterschluss der EU mit Südkorea ist insbesondere die Vorreiterrolle, die das ostasiatische Land im Mobilfunkbereich ausübt. Die Republik verfügt über eines der schnellsten Breitbandnetze und beheimatet zudem den weltgrößten Smartphonehersteller Samsung. Dem Unternehmen aus Seoul war im vergangenen Jahr bereits ein Durchbruch bei der Entwicklung eines 5G-Netzes gelungen.

5G ist wichtig für die digitale Zukunft

Der aktuell schnellste Datenfunk-Standard ist LTE. Er liefert maximale Übertragungsraten von 300 Mbit/s und wird deshalb in absehbarer Zeit zu langsam sein angesichts der steigenden, datenintensiven Nutzung der mobilen Kommunikationstechnik. Hier kommt sein Nachfolger ins Spiel, der für neue Kapazitäten sorgen soll. Im Vergleich zur vierten Generation verfüge 5G über eine rund 1.000 mal schnellere Übertragungsgeschwindigkeit, weshalb die Technologie von EU-Kommissarin Kroes als Rückgrat der digitalen Wirtschaft bezeichnet wurde. Sie soll im Jahr 2020 in Europa Einzug halten!

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