Was ist beim Autokauf alles zu beachten?

Wer vor dem Autokauf steht, sieht sich einer Reihe von Fragen gegenüber. Da der Autokauf für die meisten Menschen eine sehr emotionale Angelegenheit ist, kommt vor allem der Frage nach der Automarke eine wichtige Bedeutung zu. Gerade wenn es um die Auswahl einer Marke geht, entscheidet oftmals das Bauchgefühl und gar nicht so sehr der Preis.

Rationaler geht es in der Entscheidungsfindung von Autokäufern zu, wenn es um die Bestimmung der Fahrzeugklasse geht. Hier richten sich Verbraucher schon eher nach dem Budget. So entscheiden sich Studenten, Berufsanfänger und Auszubildende – wenn überhaupt – mehr oder weniger zwangsläufig für die unteren Fahrzeugsegmente Microwagen, Kleinstwagen und Kleinwagen. Mit fortschreitender Erwerbsdauer und in der Regel zunehmenden Löhnen und Gehältern wendet man sich entsprechend höheren Fahrzeugklassen zu. Der Kleinwagen wird dann oftmals abgelöst durch ein Fahrzeug der Mittelklasse. Bei Fahrzeugen der Oberklasse oder oberen Mittelklasse geht es nicht selten auch um Fragen des Prestiges. So müssen Autos häufig auch als Statussymbol herhalten. Gerade in Kleinstädten spielt das Auto als Statusobjekt eine größere Rolle als in Großstädten und hat oft die Funktion, die gesellschaftliche Stellung zum Ausdruck zu bringen.

Diesel-Fahrzeuge teurer in der Anschaffung

Mit Blick auf die Kosten für die Mobilität sollten Autokäufer darauf achten, dass sie nicht nur die Anschaffungskosten für den Autokauf, sondern auch die Unterhaltungskosten für das Fahrzeug in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen. Dabei stellt sich zum Beispiel die Frage nach dem Kraftstoffverbrauch und der Kraftstoffart. Dieselkraftstoff ist günstiger als Benzin. Allerdings sind Kraftfahrzeuge mit einem Dieselmotor in der Anschaffung teurer als ein Benziner. Daher lohnt sich der Kauf eines Diesels immer erst ab einer bestimmten jährlichen Kilometerleistung. Als Faustregel wird oftmals in den Raum geworfen, dass das Diesel-Fahrzeug sich ab einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern rechne. Die Aussage ist sehr allgemein und reicht wohl nicht aus als Entscheidungsbasis für den Autokauf. Ab welcher Kilometerleistung sich der Kauf eines Diesels lohnt, variiert letztlich von Modell zu Modell und bedarf einer einzelfallspezifischen Untersuchung.

Typklasse vor dem Autokauf prüfen

Neben den Kosten für den Autokauf und denen für den Kraftstoff müssen für eine Gesamtkostenanalyse auch die Kosten für die Versicherung und Steuern eingerechnet werden. Ein genauer Blick auf die potenziellen Kfz-Versicherungsprämien kann sich im Vorfeld des Autokaufs lohnen. Denn einige Modelle lassen sich billiger versichern als andere. Der Grund: Manche Modelle verursachen rein statistisch gesehen häufiger Unfälle als andere. Daher wird jedes Fahrzeug einer sogenannten Typklasse zugeordnet, die das statistische Risiko berücksichtigt und auch „bepreist“.

16 solcher Typklassen gibt es in der Autoversicherung. Fahrzeuge mit einer hohen Schadenshäufigkeit führen logischerweise zu höheren Versicherungsprämien. Die Typklasse ist aber nicht alleine maßgeblich für die Höhe der Versicherungsprämien. Auch die Regionalklasse, der Schadensfreiheitsrabatt sowie das persönliche Profil des Fahrers spielen bei der Ermittlung der Versicherungsprämien eine Rolle. So zahlen zum Beispiel Beamte in der Regel niedrigere Beiträge: Ihnen wird beim Autofahren eine niedrige Risikobereitschaft zugeschrieben.

Schadstoffklasse wichtig für die Steuer

Wer mit einem bestimmten Modell liebäugelt, sollte vor dem Autokauf prüfen, welcher Schadstoffklasse das Auto zuzuordnen ist. Denn die Schadstoffklasse bzw. der Kohlendioxid-Ausstoß hat unmittelbaren Einfluss auf die Höhe der Kfz-Steuer. Auch hier dürfte der Zusammenhang jedem klar sein: Je mehr Kohlendioxid das Auto von sich gibt, desto höher ist auch die Kfz-Steuer.

Die Schadstoffklasse ist übrigens nicht nur im Hinblick auf die Kfz-Steuer wichtig, sondern auch für die Vergabe von Umweltplaketten. Die Umweltplakette ist wiederum notwendig, um sogenannte Umweltzonen befahren zu dürfen. Mit einer ungünstigen Schadstoffklasse erhält man unter Umständen keine Umweltplakette und darf dann die Umweltzonen nicht passieren. Auch daran sollte man vor dem Autokauf denken.

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