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Was versteht man unter der Beitragsbemessungsgrenze?

Der Begriff Beitragsbemessungsgrenze wird vor allem verwendet, wenn es darum geht wie sich das Einkommen nach Abzug aller sozialversicherungspflichtigen Beiträge verändert. Es handelt sich hierbei um einen bestimmten Bruttolohnbetrag, von dem Beiträge für die gesetzlichen Sozialversicherungen gezahlt werden. Diese Beiträge betreffen die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-und Pflegeversicherung und sie werden immer in einem bestimmten Prozentsatz vom sozialversicherungspflichtigen Bruttolohn abgezogen. Ist der Bruttolohn höher als die Beitragsbemessungsgrenze, so wird der Beitrag der Versicherung nur von dem Betrag der Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Der Rest des Lohnes, der also höher ist und diese Grenze übersteigt, wird nicht zur Berechnung herangezogen. So kommt es, dass die Beiträge der Versicherungen konstant bleiben, sobald die Grenze erreicht ist und somit ihr prozentualer Anteil am Einkommen kleiner wird.

Wie verändern sich die Beitragsbemessungsgrenzen?

Die Grenzen der Beitragsbemessung ändern sich und werden in jedem Jahr von der Regierung in Deutschland angepasst. Das erfolgt danach, in welchem Verhältnis das Bruttoeinkommen vom vergangenen Jahr zu einer bestimmten Kennzahl aus dem vorvergangenen Jahr steht. So kam es zum Beispiel im Jahr 2003 dazu, dass die Beitragsbemessungsgrenze durch die Berechnung angehoben wurde. Wenn Sie über die Bemessungsgrenze sprechen, dann dürfen Sie diesen Begriff nicht mit der Grenze für die Versicherungspflicht verwechseln. Diese wiederum bestimmt, ab wann ein Arbeitnehmer in die private Krankenversicherung wechseln kann. Die monatlichen Grenzen der gesetzlichen Rentenversicherung für die Jahre 2015 bis 2017 lauten wie folgt:

  • 2015: 6.050 Euro West, 5.200 Euro Ost (Knappschaft: 7.450 Euro West, 6.350 Euro Ost)
  • 2016: 6.200 Euro West, 5.350 Euro Ost (Knappschaft: 7.650 Euro West, 6.650 Euro Ost)
  • 2017: 6.350 Euro West, 5.700 Euro Ost (Knappschaft: 7.850 Euro West, 7.000 Euro Ost)


Was ändert sich für mich 2018?

In der Bundesrepublik sind im letzten Jahr die Löhne und Gehälter durchschnittlich gestiegen. Das hat zur Folge, dass sich die Beitragsbemessungsgrenze nach oben verschiebt und auch ansteigen wird. So steigt sie bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Westdeutschland um 150 Euro und erhöht sich damit auf 6.500 Euro pro Monat. Für die Beschäftigten im Osten Deutschlands beträgt sie im Jahr 2018 5.800 Euro pro Monat. Im Jahr 2015 waren es noch 600 Euro weniger. Sind Sie in der knappschaftlichen Rentenversicherung, gelten für Sie andere Beitragsbemessungsgrenzen. Sie sind im Westen Deutschlands 8.000 und im Osten 7.100 Euro pro Monat. Bei den Grenzen geht man davon aus, dass das Durchschnittsentgelt bei der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2018 im Westen Deutschlands vorläufig bei 37.873 Euro und im Osten Deutschlands vorläufig bei 33.672 Euro liegt. Bei der Krankenversicherung wird 2018 die Beitragsbemessungsgrenze 59.400 Euro pro Jahr betragen (4.950,00 Euro pro Monat).

Hintergründe der Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze

Als man begann, das Sozialversicherungssystem in Deutschland aufzubauen, ging man davon aus, dass die Arbeitgeber immer 50 Prozent aller Beiträge bezahlen würden. Dass es dabei auch Menschen geben würde, die gering oder auch besser verdienen, war in diesem System nicht berücksichtigt. So ging man bei Menschen, die mehr verdienten auch davon aus, dass sie zum Beispiel von der Krankenkasse, obwohl sie mehr verdienten, keinen anderen Schutz benötigen würden als Geringverdiener. So werden in der aktuellen politischen Diskussion, die auch die Beitragsbemessungsgrenze betrifft, oft Kritiker laut, die sagen, dass man eher Pauschalen zahlen müsste, die sowohl das Einkommen auch das Krankheitsrisiko berücksichtigen würden, als an der bisherigen Regelung festzuhalten.

Krankenversicherung Service

Sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Rentenversicherung spielen die jeweiligen Beitragsbemessungsgrenzen eine wichtige Rolle und geben Auskunft darüber, ab welchem Wert Teile des Bruttolohnes für die Beitragsbemessung außer Betracht gelassen werden.
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