Benzinpreise in Deutschland und Europa

Benzinpreise in Deutschland und Europa

Preisentwicklung in den letzten zehn Jahren und ihre Gründe
Die Wahl für oder gegen ein Fahrzeug ist in vielen Fällen eine Kostenfrage. Mehrere Hundert Euro im Jahr sind fällig, um ein Auto zu versichern. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Benzinpreise, für die Fahrzeugbesitzer immer tiefer in die Tasche greifen müssen.
Der Blick auf die Preisentwicklung der vergangenen zehn Jahre zeigt auf, dass sich die Preispolitik von Ölkonzernen deutlich auf steigende Kosten für Benzin auswirkt. Als besonderes Krisenjahr galt 2009. Zu diesem Zeitpunkt ist der Benzinpreis innerhalb eines Jahres um 37 Prozent gestiegen. Der Preis für Benzin der Kategorie „Super“ erhöhte sich von 2009 bis heute um 30 Prozent. Werden alle Kraftstoffpreise zusammen betrachtet, ergab sich in der Vergangenheit ein Plus von 8,2 Prozent pro Jahr.

Diese Faktoren bestimmen die Höhe des Benzinpreises

Der Benzinpreis setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Neben dem Einkaufspreis des Kraftstoffes fallen Kraftstoffsteuern sowie anteilige Gewinne der Tankstellenbetreiber zu Buche. Diese Anteile formen den Deckungsbetrag, von dem die Aufwendungen für den Kraftstofftransport zur Tankstelle abgezogen werden. Wichtige Kostenanteile im Überblick:

  • Ölpreis: Einkaufspreis für Diesel und Benzin, Warenwert des Kraftstoffs
  • Mineralölsteuer: beträgt etwa 47 Cent/Liter für Diesel und 65 Cent/Liter für Superbenzin.
  • Mehrwertsteuer: jeweils 19 Prozent auf Gesamtpreis inklusive Mineralölsteuer.

Benzinpreise in Deutschland

  • Welcher Kraftstoff ist am teuersten? In Deutschland ist der Kraftstoff „Super Plus“ im Benzinpreisvergleich am teuersten.
  • Welcher Kraftstoff ist am günstigsten? Diesel ist im Vergleich zu Benzin wesentlich günstiger. Flüssiggas ist allerdings noch einmal deutlich preiswerter.

 

Weshalb bestehen die eklatanten Preisunterschiede?

Der deutliche Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel basiert auf der unterschiedlichen Herstellungsweise. Diesel ist in der Produktion wesentlich preiswerter, weil Benzin in mehreren unterschiedlichen Schritten destilliert werden muss. Solange Produktionsschritte für Benzin nicht abgeändert werden, wird das Preisniveau für Benzin auch zukünftig höher bleiben.

Ist ein Benzinpreisvergleich lohnenswert?

Um günstig zu tanken, ist ein Benzinpreisvergleich für viele Autofahrer ein Muss. Informierten in der Vergangenheit Radiosender oder Tageszeitungen über aktuelle Kraftstoffpreise, übernehmen diese Funktion heute vor allem Apps. Via Tablet oder Smartphone fällt es nicht schwer, einen günstigen Anbieter zu finden.
Variieren die Preise in Abhängigkeit umliegender Tankstellen?
Das Preisniveau umliegender Tankstellen wirkt sich deutlich auf den Benzinpreis aus. Verändern Tankstellen aus einer Region ihren Benzinpreis aktuell, passen Konkurrenten eigene Konditionen zumeist diesen Bedingungen an. Zudem spielen diese Charakteristika eine ausschlaggebende Rolle:

  • 1. Befindet sich die Tankstelle in der Nähe von Ein- und Ausfahrtsstraßen?
  • 2. Ist es für Pendler schwierig, ohne größere Umwege zu preiswerten Tankstellen zu gelangen?
  • 3. Sind in direkter Nähe mehrere preisaggressive Wettbewerber vorhanden?
  • 4. Haben freie Tankstellen aus dem direkten Umfeld zu bestimmten Zeiten geöffnet oder geschlossen?

Auf dem Land oder in der Stadt? Wo sind die Kraftstoffe günstiger?

Der ADAC hat bestätigt, dass Autofahrer in größeren Städten besonders günstig tanken. In ländlich geprägten Gebieten wie Thüringen oder Baden-Württemberg sind Benzinpreise vergleichsweise teuer. In größeren Städten wie Berlin oder Hamburg herrscht ein vergleichsweise niedriges Preisniveau. Ein wichtiger Grund für die vergleichsweise günstigen Kraftstoffpreise in Großstädten ist der größere Konkurrenzkampf. Weil Tankstellen in ländlichen Regionen seltener vertreten sind, können die Anbieter auch höhere Preise verlangen.

Prognose über Benzinpreise – wie entwickeln sich die Kosten in den nächsten zehn Jahren?

Experten gehen davon aus, dass es auch in den nächsten Jahren immer schwieriger werden wird, günstig zu tanken. Trotz lauter Kritik von Autofahrern, dem Verbraucherschutz sowie Automobilverbänden an Mineralölkonzernen schreitet die Preisentwicklung der Benzinkosten wesentlich stärker voran als die Inflation. Beläuft sich die Inflation auf einen Wert von 1,4 Prozent pro Jahr, ist der Anstieg der Benzinpreise aktuell sechsmal höher. Der Wunsch nach einem konstanten Benzinpreis ist auch in Zukunft Utopie. Vielmehr ist ein weiterer Anstieg der Kraftstoffpreise wahrscheinlicher. Nutzen Sie einen Benzinrechner und achten Sie auf Ihren Sprittverbrauch.

Benzinpreise in Europa

Sprittpreise in Polen und Tschechien

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bewegen sich die Benzinpreise in Polen und Tschechien auf einem sehr günstigen Niveau. In Anbetracht der Lebensverhältnisse sind die Kraftstoffpreise in diesen zwei Ländern dem allgemeinen finanziellen Niveau angepasst. Kosten für Diesel belaufen sich mit Konditionen von 0,95 Euro in Polen sowie 0,99 Euro in Tschechien auf weniger als einen Euro. Kosten für Superbenzin und Super Plus überschreiten die 1-Euro-Grenze in beiden Ländern nur unwesentlich. Ein Maximum von 1,20 Euro wird in Polen und der Tschechischen Republik zumeist nicht überschritten.

Sprittpreise in Österreich, Italien und die Schweiz

Neben den Niederlanden ist Italien einer der Spitzenreiter im Vergleich europäischer Kraftstoffpreise. Häufig bewegen sich Benzinpreise im Bereich von 1,60 Euro sowie Dieselpreise um die 1,40 Euro. Im direkten Benzinpreisvergleich schneiden die Benzinpreise in Österreich wesentlich besser ab. Im preislichen Mittelfeld dieser beiden Länder reiht sich die Schweiz ein.

Benzin in Luxemburg und Frankreich

In Luxemburg sind Benzinpreise zumeist günstiger als in Frankreich. Sind die Preise für „Super“ in Frankreich mit deutschen Verhältnissen vergleichbar, ist der Kostenfaktor für Diesel in Frankreich im Regelfall etwas höher als in Deutschland. Die Benzinpreise in Deutschland übersteigen das luxemburgische Preisniveau deutlich. Dieselpreise sind häufig günstiger als ein Euro. Der Preis für Super übersteigt nur selten die 1,15 Euro-Marke.

Benzin in Dänemark, Norwegen und Schweden

In den skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen sowie Schweden sind die Benzinpreise verhältnismäßig hoch. Preise für Superbenzin, die über der 1,60-Euro-Grenze liegen, sind in Dänemark, Schweden und Norwegen keine Seltenheit. Wer Diesel günstig tanken möchte, ist bei geforderten Preisen im Bereich von 1,40 Euro in Skandinavien ebenfalls an der falschen Adresse. Der Benzinpreisvergleich zeigt auf, dass das Preisniveau in diesen nordeuropäischen Ländern die in Deutschland vorherrschenden Gegebenheiten deutlich übersteigt. Generell ist zu beachten, dass die Kraftstoffpreise in einzelnen Regionen der Länder deutlich voneinander abweichen können.

Wann sind die Preise am niedrigsten?

Tägliche Schwankungen der Spritpreise unterliegen einem bestimmten Schema. Ein bundesweiter Benzinpreisvergleich lässt erkennen, dass die teuersten Preise an Sonn- und Feiertagen sowie zwischen 23 Uhr sowie 5 Uhr morgens berechnet werden. Anschließend sinken die Kraftstoffpreise, um zwischen 18 und 19 Uhr ihren Tiefpunkt zu erreichen.
Besondere Beachtung gilt der Tankstellenmarken, deren Benzinpreis deutlich voneinander abweicht. Am günstigsten ist der Kraftstoff an Jet-Tankstellen, die ihre Konditionen nur etwa viermal pro Tag anpassen. Fünfmal am Tag wechseln Shell- und Esso-Tankstellen im Regelfall die Kraftstoffpreise.

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