Folgeschaden

Ein Folgeschaden bezeichnet einen Schaden, der nicht direkt aus einer schädigenden Handlung resultiert, sondern sich erst aus der Rechtsgutsverletzung ergibt. Häufig ist in Verträgen statt von einem Folgeschaden auch die Rede von einem mittelbaren oder indirekten Schaden, wobei hier der Schaden gemeint ist, der nicht an dem verletzten Rechtsgut eintritt, sondern mittelbar an anderen Rechtsgütern. In den meisten Fällen soll durch diesen Begriff insbesondere die Geltendmachung entgangener Gewinne ausgeschlossen werden. Für das deutsche Schadensrecht ist es aber unerheblich, ob ein Schaden unmittelbar an dem verletzten Rechtsgut oder an anderen Rechtsgütern eines Geschädigten eintritt.

Oft unterscheidet zwar die Rechtsprechung zwischen einem unmittelbaren Schaden am Vertragsgegenstand und einem mittelbaren Schaden an anderen Rechtsgütern, die tatsächliche Auslegung ist aber immer einzelfallbezogen, da diese Rechtsbegriffe nicht vom Gesetzgeber genau definiert sind. In der Praxis ist im deutschen Recht aber letztendlich die generelle Ersatzpflicht für sämtliche adäquat kausal verursachten Folgen eines schädigenden Ereignisses relevant, ganz unabhängig davon, ob es sich um ein mittelbaren oder unmittelbaren Schaden handelt.

Rechtschutz-Service

Inhalte | Kontakt | Presse | Magazin | Partnerprogramm | Shops | Werben | Datenschutz | AGB | Impressum PREISVERGLEICH.de bei Facebook PREISVERGLEICH.de bei Twitter

© 2020 by PREISVERGLEICH.de - Alle Rechte vorbehalten.