Rürup-Rente

Mit der Rürup-Rente staatliche Förderung sichern

Der Begriff Rürup-Rente ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Rentensparplan, der auf den Ökonomen Bert Rürup zurückgeht. Hierbei handelt es sich um eine Form der staatlich geförderten und damit bezuschussten Altersvorsorge, die auf einem Rentenversicherungsantrag beruht, der weitestgehend mit der gesetzlichen Rente vergleichbar ist. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Die Basisrente (Rürup-Rente) ist nicht umlagefinanziert, sondern kapitalgedeckt. Dies hat die Folge, dass bei der Rürup-Rente kein Kapitalwahlrecht besteht, wodurch der angesparte Betrag nicht mit einem Mal, sondern nur lebenslang ausgezahlt werden darf.

Verbindliche Voraussetzungen für die Rürup-Rente

Neben der Tatsache, dass die Rürup-Rente ausschließlich als monatliche, lebenslange Leibrente vorgesehen werden darf, sind die Ansprüche des Versicherungsvertrags nicht vererbbar. Ferner können diese weder kapitalisiert noch veräußert oder beleiht werden. Falls Sie die Rente vor dem ersten Januar 2012 abgeschlossen haben, darf die Rente erst nach der Vollendung des 60. Lebensjahres beginnen. Falls die Rüruprente nach dem ersten Januar 2012 abgeschlossen wurde, müssen Sie bis zum 62. Lebensjahr auf die monatliche Auszahlung warten.

Alternative zur Riester-Rente

Viele Personen verstehen die Rürup-Rente als Alternative zur Riesterrente. Während sich Erstere unter anderem an Selbstständige richtet, ist die Riesterrente für Arbeitnehmer gedacht. Selbstständige, Ärzte oder auch Frührentner haben keine Möglichkeit, die Riesterrente zu beziehen. Für diese Personenkreise wäre die Rürup-Rente entsprechend eine Alternative. Ferner lohnt sich die Riesterrente insbesondere dann, wenn Sie bereits in jungen Jahren einen Sparplan erstellen. Die Rürup-Rente zahlt sich hingegen in deutlich kürzerer Zeit aus und richtet sich dadurch an ältere Sparer mit gutem Verdienst. Anders als bei der Riesterrente kann man mit der Rürup-Rente binnen weniger Jahre einen hohen zusätzlichen Vorsorgebetrag generieren.

Produkte und Personenkreise

Der Begriff Rüruprente kennzeichnet ein System, nicht jedoch explizit Produkte, mit denen Sie im Rahmen der entsprechenden Rente sparen können. Eine Variante ist die fondsgebundene Rüruprente, die sich insbesondere für Besserverdiener oder auch Selbstständige eignet – diese Personenkreise können in besonderem Maß von den staatlichen Zulagen profitieren. Wenn Sie fondsgebunden sparen möchten, schließen Sie eine Versicherung ab. Hier gibt es viele unterschiedliche Produkte, die Sie im Rürup-Rente-Vergleich gegenüberstellen und auf Leistungen prüfen können. Bei der fondsgebundenen Rürup-Rente wird das angesparte Geld bei Rentenbeginn oftmals in eine Rentenversicherung umgewandelt, was standardisiert Gebühren verursacht, wodurch automatisch die Rendite belastet wird.

Zusatzversicherungen zur Rürup-Rente

Zusätzlich zur Rürup-Rente lassen sich Versicherungsmodelle hinzufügen, die ebenso wie die Rente selbst steuerlich bzw. staatlich gefördert werden. Viele Sparer entscheiden sich für ein Kombinationsmodell aus Rüruprente und Hinterbliebenenversicherung, die den Ehepartner finanziell entlastet, sofern der Versicherungsnehmer verstirbt. Das gilt allerdings nur für Ehepartner. Eine Absicherung von unverheirateten Lebenspartnern ist in diesem Modell nicht möglich. Auch lässt sich die Rürup-Rente mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren. Falls Sie berufs- oder erwerbsunfähig werden, können Sie mit einer Art Rente aus diesem Versicherungsvertrag finanzielle Nachteile auffangen. Wenn Sie die Berufsunfähigkeitspolice allerdings mit der Rürup-Rente verbinden möchten, muss der Beitrag für die Zusatzversicherung zwingend geringer sein als für die Rürup-Rente.

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