Unisex-Tarife in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Bis Ende 2012 waren die wesentlichen Faktoren für die Bemessung des Beitrags beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) das Eintrittsalter, der Beruf, der Gesundheitszustand sowie das Geschlecht. Durch das Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofs fällt der letzte Faktor seit einigen Jahren bei Neuverträgen weg. Da Männer statistisch gesehen seltener berufsunfähig wurden, profitierten sie von niedrigeren Beitragskosten. Dabei ging die Schere der Beitragshöhe zwischen Mann und Frau um bis zu dreißig Prozent auseinander, obwohl beide für die gleichen Leistungen versichert waren. Mit den Unisex-Tarifen wurde eine Angleichung notwendig. Entscheidend für das Gerichtsurteil gegen Bisextarife war, dass die geschlechtsspezifische Beitragsbemessung bei Versicherungen von den Richtern als diskriminierend eingeschätzt wurde und demnach gegen die Gleichstellungsrichtlinie der Europäischen Union verstoße. Besonders da die Kosten für eine Berufsunfähigkeit im Alter weiter steigen, kann mit einem Wechsel im individuellen Fall bares Geld gespart werden. Immerhin belaufen sich die durchschnittlichen Kosten für eine BU auf durchschnittlich 800 Euro im Jahr. Hier lohnt sich ein Vergleich allein schon, um die für die eigene Berufsgruppe durchschnittlichen Kosten auszumachen.

Für wen lohnen sich die Unisex-Tarife Berufsunfähigkeitsversicherung?

Aufgrund dessen, dass Männer vor dem 21.12.2012 weniger bezahlen mussten als Frauen, wird für sie durch die Angleichung ein Neuvertrag für die BU teurer. Weibliche Versicherungsnehmerinnen durften und dürfen sich dafür über geringere Kosten bei Neuabschluss eines Unisexvertrags BU freuen. Allerdings beträgt die Beitragssenkung durchschnittlich gerade einmal ein bis fünf Prozent je nach Berufsgruppe. Daher muss genau geprüft werden, ob sich ein Versicherungswechsel wirklich lohnt. Vor allem weil die Versicherung auch vom Gesundheitszustand abhängt und eine Neuversicherung eine erneute Prüfung dieses nach sich ziehen kann. Je nach Versicherungsunternehmen existieren dabei strenge Richtlinien. Viele Versicherte haben zudem ihre Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Zusatzversicherung gekoppelt, das kann beispielsweise eine Risikolebensversicherung, ein Pflegeschutzbrief oder eine Dread Disease-Versicherung (Schutz gegen schwere Krankheiten) sein. Das heißt, dass hier sorgfältig der bestehende Vertrag kontrolliert werden muss, um zu sehen, inwiefern diesbezüglich geleistete Zahlungen verfallen. Dann muss verglichen werden, welche Versicherung bessere Leistungen zu günstigeren Konditionen anbietet. Dafür ist ein Vergleichsrechner sehr hilfreich. Auch Neuvertragskunden können sich so eine guten Überblick über die Versicherungsvielfalt für die eigene Berufsgruppe verschaffen.

Berufsunfähigkeitsversicherung-Service

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