Zahlungsschwierigkeiten der Rechtsschutzversicherung Prämie

Wer nicht zahlt, hat auch keinen Anspruch auf Leistungen aus der Rechtsschutzversicherung

Jedem kann es passieren, dass das Geld kurzfristig knapp wird. Da liegt es oft nahe, die Beitragszahlung der Versicherungspolice um einige Wochen, bis das nächste Gehalt kommt, zu verschieben. Allerdings sehen das die Versicherer zumeist anders. Diese verstehen keinen Spaß, wenn es um das Versäumnis der Prämienzahlung geht. Das heißt im Klartext: Wer seine Versicherungsprämie nicht bezahlen kann, verliert schnell seinen Versicherungsschutz. Kommt es nun zu einem Rechtsstreit, für den Sie die Rechtsschutzversicherung gut gebrauchen könnten, dürfen Sie mit einer Unterstützung der Versicherung nicht mehr rechnen.

Tipp 1 bei Zahlungsschwierigkeiten: Reden Sie mit Ihrem Rechtsschutz-Versicherer

Umso wichtiger ist es, bei etwaigen Zahlungsschwierigkeiten der Rechtsschutzversicherung transparent zu agieren, indem Sie offen mit dem Versicherer sprechen. Auch wenn es Ihnen unangenehm ist, ihre derzeit missliche finanzielle Lage zu kommunizieren, ist Offenheit der erste Schritt, um eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung herbeizuführen.

Tipp 2: Erbitten Sie eine Stundung

Erläutern Sie Ihrem Versicherer den Grund für Ihre gegenwärtigen Zahlungsschwierigkeiten, hat dieser sicherlich Verständnis und kommt Ihnen mit einer Stundung entgegen. Wenn Sie beispielsweise kommenden Monat oder kommendes Quartal wieder zahlungsfähig sind, können Sie den Betrag nachzahlen, ohne dass Ihr Versicherungsschutz ausgesetzt wird und ohne dass Ihr Vertrag vonseiten der Versicherung gekündigt wird.

Tipp 3: Reduzieren Sie die Rechtsschutz-Leistungen

Viele Versicherer bieten einen Kombi-Rechtsschutz an, bei welchem nicht nur arbeits- und privatrechtliche, sondern auch wohn- und verkehrsrechtliche Belange versichert sind. Reduzieren Sie bei Zahlungsschwierigkeiten die Leistungen, ohne den Basisschutz zu verlieren. So können Sie beispielsweise beim Verkehrs- und Wohnrechtsschutz vorläufig Abstriche machen, die Absicherung für den Privat- und Arbeitsrechtsschutz allerdings aufrechterhalten.

Tipp 4: Rechtschutz-Laufzeit verlängern

In der Regel binden Sie sich einige Zeit lang an Ihren Rechtsschutzversicherer. Nutzen Sie diese Vertragsmodalität aus, um bei Zahlungsschwierigkeiten mit Ihrem Anbieter zu verhandeln. Eine Möglichkeit bestünde darin, die Laufzeit Ihres Vertrags zu verlängern und in diesem Zusammenhang um die Stundung oder temporäre Aussetzung der einen oder anderen Beitragszahlung zu bitten. Eventuell reduziert sich auch die monatliche/quartalsweise Belastung bei einer Verlängerung der Police, sodass Sie für den Moment weniger bezahlen müssten.

Tipp 5: Vertragspause

Wenn sämtliche Versuche fehlschlagen, bitten Sie Ihren Versicherungsgeber im Notfall um eine Vertragspause, sodass Sie die Zahlungen bspw. ein volles Jahr lang aussetzen. In der Regel wird Ihnen der Versicherer in diesem Zeitraum aber auch keine Versicherungsleistung bereitstellen können, sodass Sie diese Option wirklich als letztes Mittel erwägen sollten.

Rechtsschutz ist anders als andere Versicherungen

Während Vertragspausen, Stundungen und Kürzungen der Leistungen bei kapitalbildenden Versicherungen generell unproblematisch sind, ergeben sich bei der Rechtsschutzpolice schnell klare Grenzen. Wenn Sie etwa bei einer Lebensversicherung einige Monate lang Ihre kapitalbildenden Einzahlungen reduzieren oder pausieren möchten, verringert sich maximal Ihre im Alter zu erwartende Auszahlungssumme. Bei der Rechtsschutzpolice verlieren Sie hingegen für den Zeitraum der Zahlungsaussetzung auch den Versicherungsschutz. Dementsprechend wichtig ist es, möglichst frühzeitig bei drohenden und absehbaren Zahlungsproblemen auf den Versicherer zuzugehen und nicht erst mehrere Mahnungen abzuwarten, womit Sie gegebenenfalls die Kündigung vonseiten des Versicherers provozieren.

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