BKK für Heilberufe – guter Vorsatz trotz Schließung

Die BKK für Heilberufe wurde 1996 gegründet und übernahm im gleichen Jahr rund 1.300 Versicherte der BKK Nordstern des Colonia-Konzerns. Bereits Ende 1996 waren mehr als 10.500 Versicherte unter Vertrag. Bis Ende 1997 hatte die BKK weit über 53.000 Mitglieder, darunter Arzthelferinnen und Zahnarzthelferinnen, sowie weit über 10.000 Mitglieder aus dem Apothekenbereich. Nachdem sich bis zum Jahr 2011 weit über 200 Millionen Euro Schulden angesammelt hatten und die Fusion mit der BKK vor Ort scheiterte, wurde die BKK schließlich auf Anordnung des Bundesversicherungsamtes zum 31.12.2011 geschlossen.

BKK für Heilberufe: Viel Leistung für Heilberufe

Die BKK für Heilberufe war in aller erster Linie eine gesetzliche Krankenkasse für jene, die in Heilberufen tätig waren. Dazu gehörten Ärzte, Arzthelferinnen, Pfleger und medizinische Fachangestellte, sowie Personal aus dem Apothekenbereich. Zusammen mit fünf weiteren Betriebskrankenkassen hatte die BKK für Heilberufe die sogenannte „argab“, eine Arbeitsgruppe gegen Abrechnungsbetrug, gegründet, um falschen Abrechnungen keine Chance zu geben. Besonders im Bereich der chronischen Erkrankungen hatte sich die BKK für Heilberufe einen guten Namen gemacht, denn mit Disease-Management-Programmen konnten chronische Erkrankungen gezielter und schneller behandelt werden. Mit dem Disease-Management-Programm konnten Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ I und Typ II, Asthma, Migräne sowie Brustkrebs, koronare Herzerkrankungen und Lungenerkrankungen schneller und dauerhaft behandelt werden.

Eine weitere Besonderheit der BKK für Heilberufe war ihr Bestreben, Operationen ambulant durchführen zu können, um auf diese Weise den Patienten zu schonen. Der Sinn darin lag, dass Patienten zu Hause schneller genesen würden, als in kalten und überfüllten Krankenhauszimmern. War einmal ein Ärztefehler unterlaufen, berief sich die BKK für Heilberufe auf interne Ansprechpartner, die kompetent zur Seite standen. Bei längeren notwendigen Aufenthalten wurde ein Krankenhaustagegeld gezahlt und bei Bedarf ein Krankengeld, das den entstandenen Verdienstausfall kompensierte. Weiterhin beteiligte sich die BKK für Heilberufe an präventiven Maßnahmen, wie beispielsweise Rückenschule, Gewichtsreduktion und Ernährungsberatung. Darüber hinaus wurden spezielle Vorsorge-Untersuchungen, die für Heilberufe notwendig waren, übernommen oder zumindest zum großen Teil mitfinanziert. Mit der Schließung der BKK für Heilberufe wurden bereits entstandene Ansprüche, sofern diese berechtigt waren, ausgeglichen und die Mitglieder anderen Krankenkassen zugewiesen.

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