Private Unfallversicherung abschließen – was Sie wissen sollten!

Verliert der Tischler beim Sägen einen Finger, fällt der Dachdecker vom Dach oder bekommt der Elektriker einen Schlag, der zum Herzfehler führt, dann sind diese Unfälle vom Gesetzgeber abgesichert, da die Sozialversicherung hier einspringt. Aber was ist, wenn Sie privat in der Garage werkeln und dabei einen Finger verlieren oder beim Malern des Wohnzimmers Farbe ins Auge bekommen, was zu einer Teilerblindung führt? In diesen Fällen haben Sie Pech, außer Sie sind im Besitz einer privaten Unfallversicherung. Sie zahlt bei Unfällen im Berufs- und Privatleben, deshalb ist sie auch für Hausfrauen und -männer sowie Rentner interessant.

Was ist ein Unfall?

Bevor Sie eine private Unfallversicherung abschließen, ist es sicherlich nicht uninteressant zu wissen, was die Versicherungswirtschaft unter einem Unfall versteht. Die Definition ist relativ simpel. „Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“(§ 178 Abs. 2 Satz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes)
Außerdem decken Versicherer in aller Regel auch Unfälle ab, bei denen nicht von außen, sondern von innen heraus der Schaden entstand. Das kann beispielsweise bei Verrenkungen des Rückens, der Arme oder bei einem Bänderriss der Fall sein. Der Schaden durch den Unfall muss dauerhaft bzw. mehr als drei Jahren spürbar sein.

Diese Kostenfaktoren gibt es:

Vor Abschluss einer Unfallversicherung heißt es, die Faktoren zu kennen, welche die Kosten der Versicherung beeinflussen. Hierzu zählen:

  • Gefahrenklasse
  • Höhe der Versicherungssumme
  • Erweiterungen der Basisversicherung
  • Rente oder Einmalzahlung

Die Risikogruppe wird vor allem vom ausgeübten Beruf festgelegt, Hobbys (Betreiben von Risikosportarten) und ob der Versicherte erwachsen ist oder ein Kind. Die Basisversicherung kann um Maßnahmen wie kosmetische Operationen, Reha-Maßnahmen, Bergung oder auch Krankenhaustagegeld bzw. Genesungsgeld ergänzt werden. Außerdem ist es möglich, eine Unfallrente statt einer Einmalzahlung zu vereinbaren. Das kostet ebenfalls mehr.
Empfohlene Versicherungssumme
Beim Abschluss einer Unfallversicherung empfiehlt es sich generell, eine so hohe Versicherungssumme wie möglich abzuschließen. Der Grund dafür ist einfach, denn eine Unfallversicherung zahlt prozentual. Wenn Sie also eine Summe von 200.000 Euro vereinbart haben und Sie ein Auge verlieren, zählt das 50 %, also 100.000 Euro. Haben Sie 300.000 Euro vereinbart bekommen Sie 150.000 Euro. Neben einer hohen Versicherungssumme ist es auch möglich, eine vernünftige Progression zu wählen.

Was bedeutet die Progression?

Durch eine Progression steigt die Invaliditätsentschädigung überproportional zum Invaliditätsgrad.
Ein Beispiel soll das deutlich machen:
Bei einer Versicherungssumme von 50.000 Euro und einem Invaliditätsgrad von 100 % würden Sie OHNE Progression 50.000 Euro ausgezahlt bekommen, also 100 % der Summe. Bei 50 % Invaliditätsgrad wären es nur 25.000 Euro. Hat Ihre Versicherung eine Progression von 350 %, würde bei 100 % Invalidität Ihre Invaliditätsentschädigung auf 350 % steigen, was 175.000 Euro entspräche. Beträgt der Invaliditätsgrad 50 %, würden Sie bei dieser Progression bereits die Summe von 50.000 Euro ausgezahlt bekommen.

Was bedeutet Beitragsdynamik?

Um die Absicherungssumme den Lebensumständen anzupassen, kann eine dynamische Versicherungssumme vereinbart werden. Sie erhöht sich prozentual pro Jahr, wobei natürlich auch die Beiträge steigen. Als Versicherter können Sie der Erhöhung auch widersprechen, wenn Sie diese nicht für angebracht halten.
Familienunfallversicherungen – ja oder nein?
In der Regel ist eine Unfallversicherung für Familien preiswerter, als jedes Familienmitglied einzeln abzusichern, deshalb Ja zur Unfallversicherung für Familien.

Berufswechsel geplant?

Einen Berufswechsel sollten Sie umgehend Ihrer Unfallversicherung mitteilen. Versäumen Sie es, kann es sein, dass Sie im Schadensfall weniger Leistungen bekommen, als Ihnen bei einer an den neuen Beruf angepassten Police zugestanden hätten.

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